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Ehrenamt Messen Mecklenburg-Vorpommern

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Aktuelles

07.03.2011, OstseeZeitung

Mit dem Bus kostenlos zur Ehrenamtsmesse

Rügen/Stralsund – Insulaner können mit Bussen des RPNV kostenlos zur Ehrenamtsmesse fahren, die am 19. März für die Region Rügen– Stralsund – Nordvorpommern bereits zum vierten Mal in der Hansestadt veranstaltet wird. Am Lindencenter in Stralsund werden sich an dem Tag in der Zeit von 11 bis 17 Uhr zahlreiche Vereine, Verbände und weitere Ehrenamtler präsentieren. Wie das Landratsamt mitteilt, können Rüganer mit Bussen des kreiseigenen Nahverkehrsbetriebes kostenlos zur Messe fahren, wenn sie sich bis zum15. des Monats telefonisch beim DRK-Kreisverband Rügen (038 38/8 02 30) anmelden.

Die Mitarbeiter teilen den Interessenten danach die Haltestellen und genauen Abfahrtszeiten mit. „Ich würde mich freuen, wenn viele Rüganer die Möglichkeit nutzten, sich auf der Messe über die vielfältigen Aktivitäten unserer Bürger zu informieren. Vielleicht entscheidet sich der eine oder andere nach einem Rundgang sogar, künftig ebenfalls ein Ehrenamt auszuüben. Jeder weiß, wie wichtig, ehrenamtliche Tätigkeit ist. Ohne sie würde es viele Aktivitäten im Sport, in der Kultur, im Naturschutz und anderen Bereichen nicht geben“, so Landrätin Kerstin Kassner. Rügens Verwaltungschefin wird die 4. Ehrenamtsmesse in Stralsund eröffnen.

10.02.2011, OstseeZeitung

Ehrenamt: Messe mit Rüganern

Stralsund/Bergen (OZ) - Zum vierten Mal findet in diesem Jahr die Ehrenamtsmesse für die Region Rügen-Stralsund-Nordvorpommern in Stralsund statt. Am Sonnabend, dem 19. März, stellen sich die Ehrenamtler von 10 bis 17 Uhr am Lindencenter vor. Mehr als 60 Aussteller werden erwartet, knapp ein Drittel davon aus dem Landkreis Rügen.

"Die Messe gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ich freue mich sehr, dass immer mehr Rüganer die Chance nutzen und ihre ehrenamtliche Tätigkeit öffentlich vorstellen, auch wenn die Messe außerhalb der Insel stattfindet. Es ist eine gute Möglichkeiten, neue Interessenten zu gewinnen, Gespräche mit anderen Ehrenamtlern zu führen und Erfahrungen für das eigene Handeln zu sammeln", schätzt Rügens Landrätin Kerstin Kassner ein, die jedes Jahr unter den Gästen weilt.

"Ich bin froh und dankbar, dass es so viele Menschen gibt, die für andere da sind. Ob im sozialen Bereich, im Sport, in der Kultur, im Umweltschutz — ohne das Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft ärmer", so die Landrätin. Natürlich könne die Messe nur einen kleinen Teil dessen widerspiegeln, was ehrenamtlich geleistet werde. Trotzdem werde deutlich, wie vielfältig ehrenamtliche Arbeit und wie groß das Engagement sei.

Im vergangenen Jahr zählte das Deutsche Rote Kreuz als Initiator und Veranstalter rund 1000 Besucher. Mit so einem Zuspruch wird auch bei der diesjährigen Messe gerechnet. Noch können sich Interessenten anmelden, um mit einem Stand in Stralsund dabei zu sein. Ansprechpartner beim DRK-Kreisverband Rügen ist Jörg Schlanert, Tel.: 0 38 38/80 23 17, E-Mail: j.schlanert@ruegen.drk.de.


05.02.2011, OstseeZeitung

Rüganer rüsten zu Ehrenamtsmesse

Bergen/Stralsund – Insulaner rüsten für die Ehrenamtsmesse in Stralsund.

Die findet bereits zum vierten Mal für die Region Rügen-Stralsund- Nord-vorpommern in der Hansestadt statt. Am Sonnabend, dem 19. März, werden sich die Ehrenamtler von 10 bis 17 Uhr am Lindencenter vorstellen. Mehr als 60 Aussteller werden erwartet, knapp ein Drittel davon aus dem Landkreis Rügen. Die Messe gewinne zunehmend an Bedeutung und sei eine
gute Möglichkeit, neue Interessenten zu gewinnen, Gespräche mit anderen
Ehrenamtlern zu führen und Erfahrungen für das eigene Handeln zu sammeln, so Rügens Landrätin Kerstin Kassner. Im vergangenen Jahr zählte das DRK als Initiator und Veranstalter rund 1000 Besucher. Mit so einem Zuspruch
wird auch 2011 gerechnet. Noch können sich Interessenten anmelden, um mit einem Stand dabei zu sein.
Ansprechpartner beim DRK Rügen ist Jörg Schlanert, Tel.: 0 38 38/80 23 17

02.02.2011, Ostsee-Anzeiger

Schüler werden zu Ersthelfern

Schulsozialarbeiter Knut Lehmann betreut Jugendrotkreuz und baut Schulsanitätsdienst auf

Jeden Freitagnachmittag treffen sich die Mitglieder des JugendrotkreuzesJeden Freitagnachmittag treffen sich die Mitglieder des Jugendrotkreuzes an der IGS. Foto:K. Lehmann
 
Stralsund
- Still ist es im modernen Essenraum der Integrierten Gesamtschule Grünthal in Grünhufe. Hin und wieder ist das Kratzen eines Stifts auf Papier zu hören – und tiefes Durchatmen. Eine Handvoll Schüler sitzt im Raum verteilt und schreibt Klausuren nach. Knuth Lehmann wirft den drei Mädchen und einem Jungen immer wieder mal einen Blick zu. Schummelt auch keiner?

Der 47-Jährige ist ein Schulsozialarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dass er die Schüler beim Nachschreiben beaufsichtigt, ist eine Ausnahme – denn zu tun hat er eine Menge. Kaum sind die Nachzügler fertig und haben den Raum verlassen, wird Knuth Lehmann zu einem Notfall gerufen. Auf einer Mädchentoilette ist ein Mädchen umgekippt – ob er helfen könne? Der Schulsozialarbeiter flitzt los.

Demnächst gibt es an der IGS die Möglichkeit, in einem solchen Fall auch Schüler zu informieren. Denn Knuth Lehmann ist auch Lehrausbilder für erste Hilfe. Seit Beginn des Schuljahres betreut er zwei Gruppen von Schülern, die Schulsanitäter werden möchten. Drei der älteren Mädchen und Jungen dürfen ab Februar eingesetzt werden: Sie können zum Beispiel einfache Verbände anlegen, wissen, wie sie jemanden beruhigen können, kümmern sich um weitere Hilfe.

Wer dem Schulsanitätsdienst angehört und Bereitschaft hat, darf im Ernstfall auch den Unterricht verlassen, um jemandem zu helfen. Dass an der IGS ein Schulsanitätsdienst aufgebaut wird – derzeit besuchen insgesamt 30 Schüler das Angebot – hat mehrere Gründe. „Bei Unfällen“, sagt Knut Lehmann, „kann schneller reagiert werden, denn die Schüler sind manchmal schneller vor Ort als mancher Lehrer“. Zudem haben die Mädchen und Jungen schon mal die Möglichkeit, zu testen: Wäre ein medizinischer Beruf das Richtige für mich?

Eng verbunden mit dem Schulsanitätsdienst ist das Jugendrotkreuz (JRK). Auch das baut Knut Lehmann auf. Einmal wöchentlich – jeden Freitagnachmittag – trifft er sich mit den drei Jungs und vier Mädchen, die zwischen zehn und 14 Jahre alt sind. Das Jugendrotkreuz ist eine bundesweite Organisation. Rund 113 000 Mitglieder gibt es derzeit: junge Leute zwischen sechs und 27 Jahren.

Hintergrund des Jugendrotkreuzes ist, dass Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Gleichaltrigen Freizeit verbringen, Freunde kennen lernen und zusammen Spaß haben. Während der regelmäßigen Gruppenstunden beschäftigen sie sich mit Themen wie Erste Hilfe, Soziales, Gesundheit, Berg- oder Wasserrettung und stellen Aktionen im Rahmen der bundesweiten JRK-Kampagnen auf die Beine. Sie verbringen ihre Ferien zusammen bei JRK Freizeiten oder gehen gemeinsam ins Schwimmbad oder Kino. Derzeit, berichtet Knut Lehmann, beschäftigen die Mädchen und Jungen unter anderem die bevorstehenden Ferien und die Zeugnisse. Manchmal schminken sich die JRK-Mitglieder und mimen Verletzte: Die künftigen Schulsanitäter können dann an ihnen die Erste Hilfe üben.

Wer 16 Jahre alt ist und Mitglied im Jugendrotkreuz, kann zudem die „Juleica“ erhalten: die Jugendleitercard. Damit wird den jungen Leuten bescheinigt, dass sie als ehrenamtliche Jugendleiter aktiv werden dürfen. Inhaber einer „Juleica“ dürfen zum Beispiel Ferienfreizeiten begleiten. Vielleicht entscheidet sich dann auch jemand für eine Ausbildung in einem sozialen Beruf?

Jugendrotkreuz und Schulsanitätsdienst – das DRK verbindet damit auch Hoffnungen. Vielleicht entschließt sich der eine oder andere, sich später ehrenamtlich zu engagieren.

Doreen Breitenfeldt



Informationszentrum Nordost 01.02.2011

Retter auf See brauchen Hilfe an Land

Im Einsatz bei Messen und Vorträgen: Seenotretter suchen ehrenamtliche Mitarbeiter

Ehrenamtliche Mitarbeiter der DGzRS bei einer Fortbildungsveranstaltung mit dem Seenotkreuzer JOHN T: ESSBERGEREhrenamtliche Mitarbeiter der DGzRS bei einer Fortbildungsveranstaltung mit dem Seenotkreuzer JOHN T: ESSBERGER
 
Die Seenotretter brauchen Hilfe – nicht auf See, sondern an Land: Sie suchen ehrenamtliche Mitarbeiter, die mithelfen, die weit draußen auf See geleistete erfolgreiche Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an Land bei Ausstellungen und Messen, Aktionen und Vorträgen bekannt zu machen. Auf der Ehrenamtsmesse in Stralsund im Lindencenter am 1903.2011 stellen ehrenamtliche Helfer ihre Arbeit selbst vor.

"Auf See bilden unsere ehrenamtlich tätigen Seenotretter das Rückgrat der DGzRS. Dies gilt gleichermaßen für den Landbereich, denn ohne die Hilfe der zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter wäre die erfolgreiche Tätigkeit der DGzRS nicht denkbar", sagt Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums Nordost in Warnemünde. Ehrenamtliches Engagement hat für die DGzRS seit jeher einen sehr hohen Stellenwert. Die Seenotretter wollen dies noch ausbauen.

Auch bei den Ehrenamtlichen an Land zählt die Freiwilligkeit der Mitarbeit. Die Helfer werden in ihre verantwortungsvolle Aufgabe selbstverständlich eingearbeitet. Sie erfahren etwas über Arbeit und Aufgaben, Organisation und Selbstverständnis des deutschen Seenotrettungswerkes und werden fortlaufend qualifiziert. "Ganz nach individueller Neigung und Interessenlage setzt bei uns jeder eigene Schwerpunkte und kann so kann seinen ganz persönlichen Beitrag zum erfolgreichen Fortbestand der ausschließlich durch Spenden, ohne Steuergelder finanzierten DGzRS leisten", erläutert Westphal IZ-LEITER. "Sicherlich gibt es jetzt viele Fragen, die wir gern persönlich oder am Telefon beantworten."

DGzRS-Informationszentrum Nordost
Am Leuchtturm 1
18119 Rostock
Tel. +49 (0)381-51409
E-Mail: iznordost@seenotretter.de oder ehrenamt@seenotretter.de



24.12.2010, OstseeZeitung

4000 Menschen gehören zu den Kunden der Stralsunder Kleiderkammer

Als es vor wenigen Wochen richtig kalt wurde, erlebte die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes in der Mühlgrabenstraße 10 einen regelrechten Andrang. Jetzt werden vor allem Deckbetten sowie Wintersachen für Kinder benötigt.

Von Doreen Breitenfeldt

Helgard Breitenfeldt und Simone Quaas (v. l.) helfen ehrenamtlich jeden Freitag mit und sortieren im Keller des Hauses Kleidung.Helgard Breitenfeldt und Simone Quaas (v. l.) helfen ehrenamtlich jeden Freitag mit und sortieren im Keller des Hauses Kleidung.
 
Stralsund –
Vier Grad unter Null zeigt das Thermometer draußen. In der Nacht hat es wieder geschneit: Es ist ein Tag, an dem Bärbel Witte schon morgensweiß, dass wieder viele Menschen ihre Arbeitsstätte aufsuchen werden.

Die 58-Jährige ist die Leiterin der Kleiderkammer in der Mühlgrabenstraße in Grünhufe. Seit viereinhalb Jahren befindet sich die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes in dem Gebäude neben der Schill-Schule, ist auf derselben Etage wie der DRK-Kindertisch zu finden.

Eine junge Mutter schiebt einen Kinderwagen in die Kleiderkammer. Das kleine Mädchen im Wagen ist dick angezogen, kaut an einem Brötchen.„ Mamamam“ murmelt die Kleine, während sich die Mama umschaut. Einer der drei Räume ist für Kinderkleidung vorgesehen. Winterjacken in allen möglichen Farben und in allen Größen hängen an der Stange. Auf einem Schrank liegt Kleidung für die Allerkleinsten – Bodys in Größe 50, Strampler für Neugeborene. In einem anderen Regal liegen nach Größen geordnet Hosen, Pullover, Schlafanzüge...

Der Raum ist gut gefüllt – und doch fehlt es an einigen Sachen. „Was wir derzeit unbedingt brauchen“, sagt Bärbel Witte, „sind Skianzüge für Kinder“. Auch Handschuhe werden benötigt – und Puppen.

Rund 4000 Menschensind es inzwischen, die zu den Kundender Kleiderkammer zählen. „Und ich nehme an“, meint Bärbel Witte, „das ist nicht das Ende. Es wird noch mehr Bedürftige geben.“

Sie weiß von der Hemmschwelle, die fast alle Besucher überwinden müssen, bevor sie das erste Mal in die Kleiderkammer kommen. Wer die Kleiderkammer aufsucht, hat oft schon über einen längeren Zeitraum keine Arbeit mehr, hat die Stralsunderin immer wieder erfahren. Denn erst dann, wenn die Reserven aufgebraucht sind, wenn das Konto leer ist, schauen die Frauen und Männer, ob sie nicht in der DRK Einrichtung günstige Kleidung bekommen.

Bärbel Witte räumt mit einem Vorurteil auf: Die Kleidung, die angeboten wird, ist zwar meist gebraucht, aber mitnichten minderwertig. Darauf achtet sie mit ihren beiden Mitarbeiterinnen und den drei ehrenamtlichen Helferinnen. Die Kleidung, die die drei Fahrer, die täglich mit dem DRK-Transporter unterwegs sind, aus den Containern holen, wird nämlich zunächst im Keller gesammelt. Am Freitag dann, wenn die Kleiderkammer für Kunden geschlossen ist, sortieren die Frauen die Sachen. Was sauber ist, gut erhalten und ohne Löcher, wird in die Regale geräumt. Der Großteil der Kleidung also.

Doch manche Sachen sind alt, verschlissen und schmutzig – die werden umgehend entsorgt. Bärbel Witte zeigt im Keller auf einen Karton, in dem einzelne Geschirrteile stehen. Tassen und Gläser, die einen Sprung haben; Teller, bei denen das Dekor abgeblättert ist. Manche Menschen sind der Meinung, berichtet Bärbel Witte aufgebracht, dass das Beschädigte ja immer noch gut genug sei für die Bedürftigen. „Die sollen doch froh sein, dass sie etwas bekommen“, bekommt sie dann auch schon mal zu hören. Wütend ist sie auch, wenn sie daran denkt, dass einige Menschen die Altkleidercontainer benutzen, um ihren Hausmüll zu entsorgen. Nicht nur wegen des Unrats ist Bärbel Witte ärgerlich: Die so verschmutzten Sachenkönnen in der Kleiderkammer nicht gereinigt werden.

Und dennoch: Die 58-Jährige lobt die Spendenbereitschaft der Stralsunder. Die 50 Container des DRK, die im ganzen Stadtgebiet stehen, sind immer gut gefüllt. Manchmal sind auch nagelneue Sachen dabei: Schuhe, die vielleicht doch nicht passen; Kleider, die nach dem Kauf dann doch nicht gefallen. Gespendet werden oft auch gebrauchte Markensachen. Die haben einst viel Geld gekostet und halten lange.

Abgegeben wird nicht nur Kleidung, sondern oft auch Bettwäsche, Handtücher, Gardinen. Benötigt wird alles. Bärbel Witte macht auf ein weiteres Regal aufmerksam: Nur noch ein Deckbett liegt drauf. Denn als es vor einigen Wochen kalt wurde, waren die Deckbetten richtig gefragt. Nun hofft die Leiterin der Kleiderkammer, dass recht bald wieder gut erhaltene Betten gespendet werden. Der Bedarf ist nach wie vor groß.

Sie betont aber auch: Geschenkt wird den Besuchern nichts. „Wenn die Sachen ganz umsonst wären“, ist ihre Erfahrung, „würde vieles in der nächsten Ecke entsorgt werden“. So kosten zum Beispiel Pullover und Hosen pro Stück zwei Euro. Für zehn Euro, sagt Bärbel Witte, könne man sich komplett einkleiden.

Einen Berechtigungsschein müssen die Besucher nicht vorlegen. „Denn wer es nicht nötig hat, der kommt auch nicht her.“ Sie berichtet von ihren Anfängen in der Kleiderkammer. Vor fünf Jahren war das: Als so genannte Ein-Euro-Jobberin begann die frühere Verkaufsstellenleiterin in der Einrichtung, die sich damals noch in der Lindenstraße befand, zuarbeiten. In der ersten Zeit habe sie sich nicht mit ihrer Tätigkeit anfreunden können, gibt sie zu „Doch mittlerweile macht es mir sehr viel Spaß.“ DieArbeit gibt ihr auch ein gutes Gefühl: „Ich helfe jeden Tag sozial schwachen Menschen.“

Und dann berichtet sie noch vom Besuch eines älteren Ehepaars am Tag zuvor: die Frau und der Mannhatten im Strelapark Spielzeug gekauft – einen großen Beutel voll. Puppen waren darunter, Rennwagen, Polizeiautos, und sogar Batterien für die Flitzer. Es war ein Ehepaar, berichtet Bärbel Witte, dem es finanziell gut geht und das anderen Menschen etwas Gutes tun wollte. Kinder, deren Eltern es sich sonst nicht leisten können, sollen zu Weihnachten neues Spielzeug bekommen können.

Die Kleiderkammer bleibt bis Jahresende geschlossen. Ab dem 3. Januar gelten folgende Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr, freitags geschlossen.



15.12.2010, Ostsee-Anzeiger

DRK ehrte 97 Lebensretter

Lebensretter: 100 Mal haben diese Männer bislang beim
    DRK Blut gespendet.Lebensretter: 100 Mal haben diese Männer bislang beim
DRK Blut gespendet.
 
Stralsund – 125 Mal hat Sigurd Hampel beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Blut gespendet. Nun ist er 68 Jahre alt und darf nicht mehr spenden – zu seinem Bedauern. Am Dienstag vergangener Woche jedoch gehörte
der Stralsunder zu den Lebensrettern aus Stralsund und Umgebung, die vom DRK während einer Festveranstaltung im Rathaus geehrt wurden. Insgesamt 97 Frauen und Männer waren es, die in diesem Jahr auf Liste der ehrenden Spender standen. 47 spendeten 25 Mal, 26 ließen 50 Mal den „Piks“ über sich ergehen, 75 Mal spendeten 15 Freiwillige, fünf Männer gaben ihr Blut 100 Mal und einer – nämlich SigurdHampel – kamen 125 Mal zum Aderlass.

Obwohl – genau genommen stimmt das gar nicht, wie der einstige Immobilienmakler am Rande der Veranstaltung verriet. Denn als er 1961 zur Armee eingezogen worden war, gab es dort für die jungen Männer die Möglichkeit, Blut zu spenden und dafür ein wenig Geld zu bekommen. Diese Spenden tauchen in der Statistik des DRK nicht auf. Insgesamt, so schätzt Sigurd Hampel, habe er an die 200 Mal gespendet.

Probleme, etwa mit dem Kreislauf, hatte er nie nach einer Spende, erinnert sich der Stralsunder. Im Gegenteil: Er
spürte eine innere Unruhe, wenn die Zeit für eine neue Spende herangerückt war. Alle zehn Wochen dürfen Männer ihren wertvollen Lebenssaft abgeben; Frauen alle zwölf Wochen. Doch in den 1970er-Jahren gab es eine lange Zeit, in der Sigurd Hampel kein Blut spenden durfte, erinnert er sich. Damals war er Erntehelfer und hatte ebenso wie seine Kameraden verunreinigte Nahrung zu sich genommen – die Ruhr-Erkrankung war die Folge. Sigurd Hampel ist wehmütig, wenn er an das Ende seiner „Blutspender- Karriere“ denkt. „Ich kenne dort die Leute, habe damals den Aufbau des Gebäudes miterlebt. Und man kennt mich.“

Ebenfalls auf dem besten Wege, 125 Mal Blut zu spenden, ist Ronald Mauke. Der 53-Jährige gehört zu den geehrten Spendern, die 100 Mal zum Aderlass kamen. Auch Ronald Mauke wurde während der Armeezeit zum Blutspender. Das Blutspendezentrum, sagt er, war nicht weit. Und auch er genoss die finanzielle Aufwandsentschädigung: Viermal jährlich, erinnert sich der heutige Schiffsmakler, durfte er damals Blut spenden. Für die ersten drei Spenden gab es Geld, die vierte war unentgeltlich. Das Geld, meint er heute, „war wie warmer Regen“. Der junge Mann setzte sein Blut sozusagen in Bücher und Litera-Schallplatten um.

Doch als es seit dem Jahr 1982 kein Geld mehr gab, spendete Ronald Mauke weiter. „Es ist für mich eine Frage der Ethik. Und es ist mir ein Bedürfnis.“ Und dann erzählt der drahtige Marathonläufer noch, dass er viele Jahre nicht zum Arzt gegangen war – und durch die Blutspenden dennoch unter ständiger medizinischer Kontrolle stand. Inzwischen ist die ganze Familie angesteckt: Auch Frau, Tochter und Sohn sind inzwischen zu Blutspendern geworden.

Und dennoch: Es gibt einen Blutengpass. „Drei Prozent der Bevölkerung“, sagt Bürgerschaftspräsident Rolf-Peter Zimmer, „spendet regelmäßig Blut. Das ist zu wenig.“ Nötig wären mindestens sechs Prozent, die sich als Dauerspender in die Riege der Lebensretter einreihen.

Die Stralsunder Blutspendezentrale in der Großen Parower Straße, erklärt deren Leiter Dr. Hartmut Schuster, kann zum Beispiel nur zwei Drittel des täglichen Blut-Bedarfs des Hanse- Klinikums decken, weshalb das Krankenhaus auch auf Spenden aus dem Umland angewiesen ist. Woran es vor allem mangelt, das sind junge Spender. Doch der demografische Wandel schlägt sich auch im Bereich der Blutspende wieder.

Einer, der ohne gespendetes Blut das Leben wohl nicht mehr leben würde, ist Stefan Hempel. Während der Blutspender-Ehrung tritt der Mann vor das Mikrofon, berichtet von einem schwierigen Lebensabschnitt, der im Sommer 2008 begann. Damals wurde bei ihm eine Form der Leukämie diagnostiziert. „Die Bluttransfusionen“, sagt er, „haben mir in kritischen Phasen des Krankheitsverlaufs das Leben gerettet.“

Doreen Breitenfeldt



29.09.2010, Ostsee-Anzeiger

Die gute Seele des Bahnhofs

Gisela Schmidt arbeitete seit fast 20 Jahren beim DRK-Bahnhofsdienst

Ist in ihrer DRK-Jacke unübersehbar: Gisela SchmidtIst in ihrer DRK-Jacke unübersehbar: Gisela Schmidt. Die Rentnerin zieht es trotz ihres Ruhestandes immer wieder auf den Stralsunder Hauptbahnhof. Foto:D. Breitenfeldt
Stralsund – Gisela Schmidt könnte daheim bleiben. Könnte ausschlafen, verreisen, und ihren Ruhestand genießen. Denn seit dem vergangenen Jahr ist die 63-jähriger Stralsunderin Rentnerin. Doch die rüstige Frau zieht es immer wieder auf den Hauptbahnhof. Denn seit 1992 war das ihr Arbeitsplatz: Gisela Schmidt leitete den DRK-Bahnhofsdienst.

Groß gewachsen ist sie nicht. Doch Gisela Schmidt übersehen? Unmöglich. Die rot gefärbten Haare leuchten, ihre Dienstjacken – mal grellorange, mal rot-weiß – sind weithin erkennbar. Die Rentnerin arbeitet auf 165-Euro-Basis. Nun ein paar Stunden dürfte sie dann helfen. Zu wenig für die rüstige Frau. Gisela Schmidt arbeitet zusätzlich ehrenamtlich mit.

Warum? Da überlegt sie. Und zuckt mit den Schultern. Sich beim Bahnhofsdienst einzubringen, ist einfach selbstverständlich für die 63-Jährige. „Ich habe ihn ja schließlich auch mit aufgebaut“, sagt sie dann. „Irgendwie hänge ich dran.“

Drei Berufe hatte die gebürtige Güstrowerin einst gelernt. Sie ist Industrienäherin, Facharbeiterin für Geophysik und Facharbeiterin im Bereich Gesundheitswesen/Pflege. „Vor der Wende war ich Dispatcherin im Krankentransport.“ Schon damals arbeitete sie beim Deutschen Roten Kreuz. Nach der Wende übernahm sie dann den Bahnhofsdienst. Der war früher in einer alten Baracke an Gleis 1 untergebracht.

Die Räume an Gleis 3/4, die jetzt genutzt werden, erinnern ein wenig an eine Wohnungseinrichtung. Eine kleine Küchenzeile gibt es, eine Sitzecke, Kühlschrank. Im Nachbarraum ist ein Wickeltisch vorbereitet – und wird nicht selten genutzt. Windeln, Feuchttücher und Töpfchen – alles liegt und steht griffbereit. Manchmal nutzt eine junge Mutter die Abgeschiedenheit des Raumes auch, um ihren Nachwuchs zu stillen. Das ist entspannter als vor den neugierigen Augen der Mitreisenden im Zugabteil. Neben dem Wickeltisch stehen Tisch und Stühle: Dort sitzen hin und wieder Diabetiker, die sich zum Spritzen ebenfalls lieber zurückziehen.

Auch ein kleines Bad gibt es. Es sind vor allem ältere Menschen, die an der Tür klingeln und das „Örtchen“ benutzen möchten. Manch einer würde es sonst vielleicht nicht mehr rechtzeitig zur offiziellen Toilette am Bahnhofseingang schaffen.

Und immer wieder helfen Gisela Schmidt und ihre Kolleginnen – derzeit arbeiten drei „Ein-Euro-Jobberinnen“ beim DRK-Bahnhofsdienst mit – Senioren und kranken Reisenden beim Aussteigen, gehen Müttern mit Kinderwagen zur Hand. Und selbst dann, wenn mal nichts zu tun ist, zeigen die Frauen immer wieder Präsenz auf dem Bahnhof – schon allein ihre Anwesenheit beruhigt viele Reisenden. Der DRK-Bahnhofsdienst und das Servicepersonal der Bahn, die beiden ergänzen sich.

Immer wieder aber gibt es auch Unfälle auf dem Hauptbahnhof. Auf der Treppe zum Beispiel. „Die Leute drängeln und drücken ja“, hat Gisela Schmidt beobachtet. Schnell stürzt dann mal jemand. Ein Pflaster können die Frauen dann vielleicht noch auf eine kleine Wunde kleben – handelt es sich aber um größere Verletzungen, wird der Rettungsdienst gerufen. Medikamente gibt der Bahnhofsdienst nicht aus. Die Frauen sind dann da, um die Verletzten zu beruhigen, um vielleicht auch Gaffer abzuhalten. Gemeinsam wird dann auf den Arzt gewartet.

Ein Ereignis aber ist für die 63-Jährige unvergessen: Vor ein paar Jahren hatte ein Stralsunder am Bahnsteig das Gleichgewicht verloren und war auf die Gleise gestürzt. Bis heute staunt Gisela Schmidt, dass der Mann erstens überlebt hat und ihm zweitens kein Bein amputiert werden musste. Nach seinem langen Klinikaufenthalt hatte er das Team des Bahnhofsdienstes zu einer Dankesfeier eingeladen. Über diese Geste freut sich Gisela Schmidt noch heute.

Ein solch schwerer Unfall jedoch ist die Ausnahme auf dem Stralsunder Bahnhof. Den Reisenden beim Ein- und Aussteigen zur Seite stehen, ihnen bei der Orientierung helfen, die Räumlichkeiten für die unterschiedlichen Bedürfnisse öffnen – und immer wieder Präsenz auf den Bahnsteigen zeigen, das gehört heute vor allem zu den Aufgaben des Bahnhofsdienstes. Und dafür werden händeringend Ehrenamtliche gesucht, sagt Liliane Biedermann, die Koordinatorin für die Ehrenamtsstellen beim DRK. Nur DRK-Mitglieder, die den Jahresmindestbeitrag von 13 Euro bezahlen, können ein solches Ehrenamt übernehmen, erklärt sie, „damit der Versicherungsschutz gewährleistet wird“. Gewünscht werden vor allem Frauen, „die schon ein bisschen im Leben stehen“ und entsprechende Erfahrungen mitbringen. Gisela Schmidt ergänzt: „Man muss Verständnis haben, zuhören können.“

Doch nicht nur für den DRK-Bahnhofsdienst werden ehrenamtliche Helfer gesucht, sondern unter anderem auch für die Wasserwacht, den Kindertisch, die Stralsunder Tafel und als Betreuer für die ambulante Pflege: Es werden Frauen und Männer benötigt, die regelmäßig einen pflegebedürftigen Menschen aufsuchen und ihm etwas vorlesen, mit ihm spazieren oder einkaufen gehen. Dabei ist es egal, ob der Ehrenamtliche sich einmal wöchentlich einbringt oder alle zwei Wochen Zeit hat. Zuverlässig sollte er allerdings sein.

Weitere Informationen gibt es bei Liliane Biedermann, 03831/39 04 06. Doreen Breitenfeldt



GüstrowExpress 10.03.2010

Ehrenamtmesse Güstrow 2010

Dirk Behm
Das lockere Kennenlernen von ehrenamtlichen Taetigkeiten steht bei den EhrenamtMessen im Vordergrund.
 

Das Ehrenamt lebt. Das jedenfalls wurde am vergangenen Sonntag in der Güstrower Sport- und Kongresshalle wieder deutlich, als dieEhrenamtMesse ihre Türen aufmachte. Vereine, Institutionen, Verbände und viele andere mehr präsentierten ihre Ideen, ihre Ziele oder auch ihre Visionen. Sie machten nicht nur auf ihre Arbeit aufmerksam, sie warben auch für Mitstreiter.

Es war ein Kommen und Gehen, und man hatte eigentlich immer das Gefühl, hier schaut an diesem Tag der Landkreis vorbei. Besucher aus Laage, Bützow, Schwaan, Krakow am See und natürlich aus der Gastgeberstadt informierten sich, sagten Hallo zu bekannten Gesichtern und ließen sich nicht lange bitten, als es darum ging, selbst aktiv zu werden. Wenn es am Ende nicht die Mitgliedschaft in einem Verein wurde, zu einer Blutspende sagten die wenigsten Nein.

Die Organisatoren hatten zudem ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. So fand eine Podiumsdiskussion Anklang beim Publikum, genauso wie die Tanzeinlagen auf der Bühne. Draußen und drinnen war eine Menge los. Dazu beigetragen hat auch die Rettungsstaffel aus Ostvorpommern, die extra zur EhrenamtMesse nach Güstrow anreiste. Es war eine schöne Veranstaltung. Fortsetzung erbeten.
 


GÜSTROW, Schweriner Volkszeitung von 08.03.2010

Ehrenamtler spenden Lebenszeit

von Hans-Jürgen Kowalzik
Torsten Wittenburg und Bernd Hage von der Ortsgruppe Laage
Torsten Wittenburg (l.) und Bernd Hage von der Ortsgruppe Laage der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft informierten, wie das Rettungsboot des Katastrophenzuges des Landkreises eingesetzt wird.
 

GÜSTROW - Die Vorsitzende Monika Thomsen und die Vereins-Sponsorin Ilka Heinrichs hatten gestern gut lachen, als sie sich am Stand des Vereins Bützower für Gambia auf der Ehrenamtsmesse in der Güstrower Sport- und Kongresshalle unterhielten und sich speziell eines der vielen Fotos anschauten. Es ist in einer Schule in Gambia aufgenommen. Die afrikanische Kinder sitzen an neuen Tischen. Die brachte der Verein nach Gambia. Geld dafür kam aus dem Ernst-Barlach-Gymnasium Güstrow. An einem Afrika-Tag in der Schule kamen rund 400 Euro zusammen. Lehrerin Ilka Heinrichs hatte die Idee, sie dem Verein Bützower für Gambia zu spenden. Hintergrund: Der Verein ist dafür bekannt, dass er seine Spenden persönlich nach Afrika bringt: Monika Thomsen: "Nur so wissen wir, dass das Geld wirklich ankommt und dort hilft." Genau das beeindruckte Ilka Heinrichs so sehr, dass sie Sponsorin des Vereins wurde.

Der Verein Bützower für Gambia gehörte gestern zu den 46 Vereinen, die sich auf der 2. Ehrenamtsmesse präsentierten. Thomsen: "Wir nutzen diese Gelegenheit gern, um unseren Verein und das Ehrenamt noch bekannter zu machen."

Dieser Grund, sich an der Messe zu beteiligen, war an vielen Ständen zu hören. Holger Becker vom DRK-Kreisverband, der als Projektleiter die Fäden in der Vorbereitung knüpfte: "Unsere Erwartungen wurden übererfüllt. Es stellten sich neun Vereine mehr vor als 2009. Das bedeutete größere Vielfalt." Becker resümierte aber auch, dass die Vereine das Angebot nutzten, sich kennen zu lernen und zu schauen, ob man zusammenarbeiten kann.

Das praktizierten an einem Stand bereits der Förderverein Bützower Land, der Klosterverein Rühn und der Förderverein des Naturparks Sternberger Seenland. Stolz zeigte Dirk Müller vom Förderverein Bützower Land einen gemeinsamen Flyer, der über alle Veranstaltungen der drei Vereine informiert.

Der Bogen des Ehrenamtes spannte sich auf der Messe in einem bunten Mix von sozialen Aufgaben, über Aktivitäten im Sport, in der Kultur und der Seniorenarbeit bis hin zum Tierschutz und Katastrophenschutz.

Es wurde aber auch konkret fürs Ehrenamt geworben. Becker: "Wir suchen Blutspendebetreuer, Helfer für Kinderaktionen und Ehrenämtler für den Sanitätszug oder Betreuungsdienst, Motto, Lebenszeit spenden." Irene Harder aus Güstrow gehörte zu den Besuchern, die sich für ein Ehrenamt interessierten. Im vergangenen Jahr meldeten sich zwölf Interessenten beim DRK, sechs stiegen ins Ehrenamt ein und sind heute weiterhin dabei.

Becker geht davon aus, dass es auch eine dritte Ehrenamtsmesse geben wird. Der Bedarf sei da, Reserven ebenso. Die liegen z.B. auch in der Zahl der Teilnehmer. "Von 280 Vereinen haben wir 120 angeschrieben, 49 meldeten sich, 46 kamen schließlich", bilanzierte Becker. Der sieht auch noch in der Fläche Möglichkeiten. Aus der Teterower Region waren z.B. nur der Tierschutzverein Teterow und das Gutshaus Gottin dabei. Beckers Schluss: "Vielleicht sollte die nächste Messe nicht in Güstrow stattfinden." Hier allerdings bewährte sich gestern, dass die größere Kongresshalle - eine Reaktion auf die Auswertung 2009 - als Veranstaltungsort ausgewählt wurde. Bis auf die katastrophale Parkplatzsituation habe alles gepasst, so Becker. So kam sein Wunschfazit zu Stande: "Es lohnt sich, eine nächste Ehrenamtsmesse zu veranstalten."
 


Anzeigenkurier von 03.03.2010

EhrenamtMessen zum ersten Mal in Waren und Neubrandenburg

Das lockere Kennenlernen von ehrenamtlichen Taetigkeiten steht bei den EhrenamtMessen im Vordergrund.
Das lockere Kennenlernen von ehrenamtlichen Tätigkeiten steht bei den EhrenamtMessen im Vordergrund.
Foto: privat  
"Voneinander wissen - miteinander helfen"

Neubrandenburg (AK/ab). 300 Radiomacher sorgen beim NB-Radiotreff 88,0 in Neubrandenburg für ein abwechslungsreiches Programm von Schlager bis Heavy Metal, von Information bis Unterhaltung - und das ehrenamtlich. "Ohne Freiwillige gäbe es unser Angebot gar nicht. Um das Engagement unserer Nutzer zu würdigen und natürlich um die Möglichkeiten von NB-Radiotreff noch bekannter zu machen, nehmen wir auch in diesem Jahr an der EhrenamtMesse teil und berichten darüber", erklärt Annerose Mößner, Leiterin des Offenen Kanals.

Ganz nach dem Motto der zum dritten Mal stattfindenden Veranstaltung "Voneinander wissen - Miteinander helfen" können Aussteller und Besucher von der Kommunikationsplattform profitieren. Initiiert wurde die Veranstaltung erneut durch die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern e.V. "Wir sind für alle Anbieter offen, daher ist das Profil der Messen sehr vielfältig", sagt Ronny Möller, Ehrenamtskoordinator der Messe vom DRK-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V.

Insbesondere Anbieter aus dem sozialen Bereich seien stark vertreten. "Ziel der Ehrenamtsmesse ist es, Verbänden, Vereinen und Initiativen Raum zu geben, über ihre ehrenamtlichen Betätigungsfelder zu informieren und sich auch untereinander bekannt zu machen, denn auch die Bildung von Netzwerken ist für das Ehrenamt von Bedeutung."

Nach zwei Jahren, in denen die Messe in Neustrelitz stattfand, verlagert sich der Veranstaltungsort zum einen am 14. März nach Neubrandenburg ins Rathaus und zum anderen eine Woche zuvor, am 7. März, nach Waren (Müritz) in die Berufliche Schule des Landkreises Müritz.

"Der Müritz-Kreis, Neubrandenburg und Mecklenburg Strelitz sind zusammen ein sehr großes Gebiet. Mit EhrenamtMessen in Neubrandenburg und Waren kommen wir den Besuchern mehr entgegen, da sich für viele Interessenten aus dem Umland die Anfahrt verkürzt und sie an den jeweiligen Veranstaltungsorten regionalere Aussteller kennenlernen", erklärt Ronny Möller.

Ein kleines Rahmenprogramm wird beide Messetermine abrunden. So wird in Waren die Rollstuhltanzgruppe der AWO ihr Können zeigen und in Neubrandenburg hat die Landsmannschaft Neustrelitz ebenfalls ein Tanzprogramm vorbereitet. Außerdem wird es in der Viertorestadt eine Sonderblutspendenaktion zur EhrenamtMesse geben.

Der NB-Radiotreff 88,0 wird sich auf beiden Messen präsentieren. "Wir sind quasi Begleiter der ersten Stunde und hoch motiviert. Die EhrenamtMesse bietet tolle Möglichkeiten mit interessierten Menschen ins Gespräch zu kommen. Aus dem einen oder anderen Kontakt haben sich neue Ideen für Sendungen oder Kooperationen ergeben. Deshalb freuen wir uns jetzt schon auf die beiden Termine", sagt Radiomacherin Claudia Beuthin.

Die EhrenamtMessen in Waren und Neubrandenburg finden jeweils in der Zeit von 11 bis 17 Uhr statt. Der Eintritt ist frei und für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.

Wer seinen Verein, Verband oder seine ehrenamtliche Initiative auf der EhrenamtMesse in Neubrandenburg vorstellen möchte, kann sich noch bis zum Ende der Woche bei Ronny Möller anmelden (Kontakt: Tel.: 03981 287126, E-Mail: r.moeller@drk-msp.de).

Für eine Teilnahme an der Warener Messe ist die Anmeldung nicht mehr möglich.

www.ehrenamtmessen-mv.de
 


Strelitzer Echo von 27.02.2010

Ehrenamtsmessen für Mitmacher

Unter dem Motto: "Voneinander wissen/Miteinander helfen" finden im März in unserer Region zwei Ehrenamtsmessen statt: am 7. März 2010 von 11 bis 17 Uhr in der Beruflichen Schule des Landkreises Müritz, Warendorfer Straße 14 in Waren (Ansprechpartner: Ronny Möller, Tel. 0172/3213774) und am 14. März 2010 von 11 bis 17 Uhr im Rathaus Neubrandenburg, Friedrich-Engels-Ring 53 (Ansprechpartnerin: Barbara Beyer, Tel. 0395/5603966).

Hier können Vereine, Verbände,Initiativen ihre Erfahrungen austauschen und ihre Arbeit vorstellen. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte und nicht weiß, wie und wo er damit beginnen kann, sollte sich auf die Messen begeben. Dort findet er Informationen und Ansprechpartner zu vielen Gebieten in Bereichen, wie Kultur, Sport, Soziales, Gesundheit, Rettungswesen, Natur, Umwelt, Lernen, oder Eine Welt und kann die richtigen Kontakte knüpfen.
 


EhrenamtMessen Güstrow, vom 25.02.2010

<<< Programmablauf EhrenamtMessen Güstrow >>> (*.PDF)
 


Pressemitteilung Landkreis MST von 25.02.2010

Jeder kann mitmachen

PM 31/10

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es im März wieder EhrenamtMessen. Wer gern in einem Verein oder Verband aktiv mitmachen möchte, findet auf diesen Messen diverse Angebote in seiner Umgebung. "Der Landkreis Mecklenburg-Strelitz zeigt seine Möglichkeiten diesmal sogar bei zwei Veranstaltungen", sagte Ronny Möller, Ehrenamtskoordinator des DRk-Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte.

"Am 7. März sind wir in Waren in der Beruflichen Schule und am 14. März im Neubrandenburger Rathaus mit dabei", so Ronny Möller. "Ich lade alle Interessenten herzlich ein, diese Gelegenheit wahrzunehmen: Kommen Sie an die Stände unserer Wohlfahrtsverbände, der Rettungsorganisationen, der Kulturvereine, oder der Vereine aus dem Bereich Natur und Umwelt und sprechen Sie uns an." Ehrenamtlich tätige Menschen sind für die Gesellschaft unverzichtbar. Viele Breiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne die aktiven Ehrenamtlichen nicht leistungsfähig sein.

"Aber das allein ist nicht der Grund mitzumachen, sondern es macht auch sehr viel Freude und Stolz, wenn man ehrenamtlich tätig ist", sagt Ronny Möller aus eigener Erfahrung. Die EhrenamtMessen in Waren und Neubrandenburg sind an den genannten Sonntagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
 


Region Güstrow, vom 24.02.2010

Freiwillige vorgetretten: Es gibt genug zu tun
Auch die DLRG Ortsgruppe Laage wird wieder auf der Messe dabei sein.
Auch die DLRG Ortsgruppe Laage wird wieder auf der Messe dabei sein.
Foto: Becker
 
Neuauflage der Ehrenamt-Messe am 7. März in Güstrow

Am 7. März wird die Musikschule Fröhlich in der Güstrower Sport- und Kongresshalle den Auftakt zur zweiten EhrenamtMesse im Landkreis geben. "Voneinander wissen - Miteinander helfen" ist das Motto der Veranstaltungen, die federführend vom DRK organisiert werden.
Von 11 bis 17 Uhr präsentieren die über 40 Vereine und Verbände einen bunten Mix der Ehrenamtskultur. Der Bogen spannt sich von sozial orientierten Aufgaben, über Aktivitäten in Sport, Kultur und Seniorenarbeit bis hin zum Tierschutz. Die Messe soll neugirig machen, Anstöße geben und andere mitreißen, selbst etwas zu tun.
Das DRK sucht zum Beispiel Blutspendebetreuer, Unterstützer für Kinderaktivitäten und Ehrenamtler für den Sanitätszug oder Betreuungsdienst. So konkret werben alle Aussteller um Freiwillige, die bereit sind, "Ihre Zeit" zu schenken. Neugirig geworden? Dann schauen sie doch vorbei. Der Eintritt ist frei.
Es erwartet sie neben den über 45 Vereinspräsentationen auch ein attraktives Rahmenprogramm, unter anderem mit der Tanzgruppe "Grün-Gelb Güstrow" oder den Breaker - Dancer des IB Kinder- und Jugendhauses.
Neu ins Programm aufgenommen sind auch zwei Workshops zu Versicherungsfragen im Ehrenamt um 11.30 Uhr und 14 Uhr sowie eine Podiumsdiskussion um 13.30 Uhr.
Blutspenden ist ganztägig möglich, der Güstrower Motorradclub "Greybulls" ruft sogar zu einer gemeinsamen Spendenaktion auf.
Der Filmclub Güstrow wird in enger Zusammenarbeit mit den Südstadtjugendclub für die jüngsten Besucher da sein.
Ausstellungen der Katastrophenschutzeinheiten des DRK und der Feuerwehr sowie Darbietungen einer Rettungshundestaffel runden das Bild um und in der Kongresshalle ab.

von Holger Becker
 


Güstrow – SchwerinerVolkszeitung, vom 24.02.2010

Ehrenamt: Engagement steckt an

Dicht gedrängt: Die erste Ehrenamtsmesse im Landkreis fand vergangenes Jahr im Güstrower Bürgerhaus statt. Mit wesentlich mehr Ausstellern kommt es am 7. Määrz zur Neuauflage in der Güstrower Sport- und Kongresshalle.
Dicht gedrängt: Die erste Ehrenamtsmesse im Landkreis fand vergangenes Jahr im Güstrower Bürgerhaus statt. Mit wesentlich mehr Ausstellern kommt es am 7. Määrz zur Neuauflage in der Güstrower Sport- und Kongresshalle.
Foto: Archiv
 
GÜSTROW - Am Sonnabend, dem 7. März, wird die Musikschule Fröhlich in der Güstrower Sport- und Kongresshalle den Auftakt zur zweiten Ehrenamtsmesse im Landkreis Güstrow geben. "Voneinander wissen - Miteinander helfen" ist das Motto der Veranstaltungen, die federführend vom Deutschen Roten Kreuz Güstrow organisiert werden. Von 11 bis 17 Uhr präsentieren die mehr als 40 Vereine und Verbände einen bunten Mix der Ehrenamtskultur. Neu im Programm der Messe ist eine groß angelegte Podiumsdiskussion um 13.30 Uhr. Dabei dreht sich alles um die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements.

Kompetente Gäste tauschen dazu ihre Meinung aus: Erwartet werden Burkhard Beck vom Kreissportbund, Holger Becker vom DRK, Roswita Dargus als Gleichstellungs-, Ausländer- und Seniorenbeauftragte im Landkreis, Martina Domann, Referentin im Kirchenkreis Güstrow, und Hannes Möller, stellvertretender Kreisbrandmeister. Susanne Prill von der evangelischen Ehrenamtsakademie Güstrow wird die Gesprächsrunde moderieren.

Bürgerschaftliches Engagement nicht zum Nulltarif

"Dass ehrenamtliche Mitarbeiter gestärkt und unterstützt werden müssen, hat sich bei den großen Trägern des Ehrenamts durchgesetzt", sagt Susanne Prill. "Ehrenamtliche sind wählerisch geworden, sie wollen nicht nur, dass ihr Engagement sinnvoll ist, sie wollen auch selbst etwas davon haben, etwa Anerkennung und persönliche Weiterentwicklung." Demzufolge sei bürgerschaftliches Engagement nicht zum Nulltarif zu haben. Begleitung, Betreuung und Förderung gehöre unbedingt dazu.

Die soeben veröffentlichte Freiwilligen-Analyse der Bundesregierung zeige, dass die Engagementquote von Männern immer noch auffällig höher sei als die von Frauen. Als Grund dafür wird die Mehrfachbelastung insbesondere der jüngeren Frauen in der Familie gesehen. Allerdings ist das weibliche Engagementspotenzial um rund zehn Prozent angestiegen. "Dieses Potenzial abzurufen, ist eine Herausforderung an die Träger bürgerschaftlichen Engagements, die öffentliche Hand und die Unternehmen", so Susanne Prill.

Werden die Gesprächspartner der Podiumsdiskussion sich nicht gegenseitig als Konkurrenz sehen? Diese Frage verneint die Moderatorin: "Das Gegenteil ist der Fall. Studien belegen nämlich: Engagement steckt an. Es gibt einen Mitmach-Effekt, wenn viele Personen sich im Umfeld engagieren. Gemeinsam schaffen wir ein positives Klima für das Ehrenamt." In dem Sinne erhofft sie sich interessante Ergebnisse der Diskussion entsprechend dem Motto der Messe "Voneinander wissen - Miteinander helfen".

"Die Messe am 7. März in Güstrow soll neugierig machen, Anstöße geben und andere mitreißen, selbst etwas zu tun", formuliert Holger Becker das Ziel. Der Bogen spannt sich von sozial orientierten Aufgaben, über Aktivitäten in Sport, Kultur und Seniorenarbeit bis hin zum Tierschutz. Das DRK sucht zum Beispiel Blutspendebetreuer, Unterstützer für Kinderaktivitäten und Ehrenamtler für den Sanitätszug oder Betreuungsdienst. So konkret werben alle Aussteller um Mitstreiter, die bereit sind "ihre Zeit" zu schenken. Der Eintritt bei der Ehrenamtsmesse ist frei.

Es erwartet die Besucher neben den über 45 Vereinspräsentationen auch ein attraktives Rahmenprogramm, u.a. mit der Tanzgruppe von "Grün-Gelb Güs trow" oder den Breakdancern des Güs trower IB Kinder- und Jugendhauses. Neu ins Programm aufgenommen sind unter anderem zwei Workshops zu Versicherungsfragen im Ehrenamt um 11.30 Uhr und 14 Uhr. Blutspenden ist ganztägig möglich, unter anderem ruft der Güstrower Motorradclub "Grey Bulls" zu einer gemeinsamen Spendenaktion auf.

Der Filmklub Güstrow wird in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendklub in der Südstadt für die jüngsten Besucher der Ehrenamtsmesse da sein. Ausstellungen der Katastrophenschutzeinheiten des DRK und der Feuerwehr sowie Darbietungen einer Rettungshundestaffel runden das Bild um und in der Sport- und Kongresshalle in der Speicherstraße ab.

von grie/zvs
 


Express, vom 17.02.2010

Ehrenamtmesse in Güstrow:
Anmeldefrist verlängert


Bereits 41 Vereine und Projekte haben sich zur diesjährigen Ehrenamtmesse am 7. März in Güstrow angemeldet. Die Projektleitung hat sich entschlossen, die Anmeldefrist auf den 25. Februar zu verlängern. Notwendige Unterlagen können interessierte Vereine über die Homepage: www.ehrenamt-messen.de oder auch weiterhin direkt von der Projektgruppe um Holger Becker, im DRK Kreisverband abfordern. Am 7. März, von 11 bis 17 Uhr haben Bürger und Vereine gleichermaßen die Möglichkeit sich zu informieren, Kontakte zu pflegen und natürlich die Möglichkeiten ihrer "Spende von Zeit" abzuwägen.
Die Ehrenamtmesse für den Landkreis Bad Doberan (wichtig für den Bereich Schwaan) findet übrigens am 13. März in Bad Doberan statt. Hierfür ist die Anmeldefrist allerdings schon verstrichen.

becker/behm
 


Güstrow – SchwerinerVolkszeitung, vom 12.02.2010


"Ich brauche Action um mich herum"

Seit 2007 hat Anja Seyfert aus Güstrow die passende ehrenamtliche Arbeit für sich gefunden. Sie arbeitet im Kreisauskunftsbüro (KAB) beim Deutschen Roten Kreuz in Güstrow.
Seit 2007 hat Anja Seyfert aus Güstrow die passende ehrenamtliche Arbeit für sich gefunden. Sie arbeitet im Kreisauskunftsbüro (KAB) beim Deutschen Roten Kreuz in Güstrow.
 
GÜSTROW - Seit 2007 hat Anja Seyfert aus Güstrow die passende ehrenamtliche Arbeit für sich gefunden. Sie arbeitet im Kreisauskunftsbüro (KAB) beim Deutschen Roten Kreuz in Güstrow.

"Was sich hinter den Kulissen abspielt, wenn eine Katastrophe passiert ist, ist einfach spannend", erklärt die 26-Jährige. Sie hat es gern etwas lebendiger um sich herum und darum begeistert es Anja Seyfert, wie das Nothilfe-System im Ernstfall funktioniert. Seit diesem Jahr ist die ausgebildete Erzieherin Leiterin des KAB, löste Constanze Abbas ab. In dieser Woche fand das erste Treffen der Gruppe statt. Es galt zu planen und Termine abzustimmen. "Wir sind ein tolles Team, die Frauen sind total verlässlich", freut sich Anja Seyfert. Und das, obwohl jede der Frauen einem Job nachgeht.

Anja Seyfert ist in Güstrow geboren, absolvierte hier ihre Schule und legte dann das Fachabitur für Sozialpädagogik in Schwerin ab. Nach dem Abschluss als Sozialassistentin folgte der Erzieher. Inzwischen ist sie in einer Wohngruppe des Internationalen Bundes (IB) tätig und lässt sich zusätzlich zum Konfliktmediator ausbilden. Trotzdem hat die Güstrowerin Zeit für ein Ehrenamt. "Ich brauche immer Action ", sagt sie.

Mittendrin - das mag
sie am liebsten


Ein Höhepunkt in ihrer bisherigen Arbeit war die groß angelegte Übung auf dem Laager Flugplatz 2008. Durch die Alarmkette wurden sie informiert, setzten sich in ihr Fahrzeug und fuhren zur simulierten Unfallstelle. "Wir waren mitten im Geschehen", erinnert sich Anja Seyfert. Menschen registrieren, nach Vermissten suchen, aber auch Verletzte beruhigen, ihnen gut zusprechen gehörte zu den Aufgaben des Teams. "Wir mussten uns auch manchmal beschimpfen lassen - wie das auch im Ernstfall sein könnte", so die Leiterin des KAB. Aber als Bestandteil des Suchdienstes haben die Frauen einen kühlen Kopf bewahrt. Beim "Force Attack" 2009 wurden sie angefordert, um bei diesem großen Event mit dem Rostocker KAB zusammen die Registrierung zu übernehmen.

Derzeit gehören neun Frauen und ein Mann zum Kreisauskunftsbüro des DRK. Der letzte Einsatz fand erst kürzlich statt, als Kälte und Schnee einige Menschen eingeschlossen hatten. Da verteilten sie heiße Getränke. Das nächste Mal wird das Team bei der Ehrenamtsmesse am 7. März in der Sport- und Kongresshalle dabei sein. Dann leiten sie den Servicepoint. "Das ist für uns eine gute Möglichkeit, eine andere Art der Registrierung zu üben", so Seyfert. Was die 26-Jährige besonders begeistert: "Alle vom Team werden dabei sein."


Sieglinde Seidel
 


Express, vom 10.02.2010

Aufruf an Vereine, Verbände, Institutionen und Einrichtungen:
Ehrenamt im Landkreis noch sichtbarer machen
Am 7. März findet in Güstrow die Ehrenamtsmesse 2010 statt


Vor allem im Sport ist das Engagement stark verbreitet. Besonders die vielen Trainer, Übungsleiter und Betreuer bilden die eigentliche Grundlage für den Sport.
Vor allem im Sport ist das Engagement stark verbreitet. Besonders die vielen Trainer, Übungsleiter und Betreuer bilden die eigentliche Grundlage für den Sport.
Foto: behm
 
Freiwilliges Engagement konzentriert sich deutschlandweit auf die Bereiche Sport, Freizeit und Vereine, Kinder und Jugendarbeit sowie Kirche und Religion. Währenddessen in den Bereichen Politik, Seniorenarbeit sowie Umwelt- und Tierschutz das Engagement weitaus niedriger ist. Engagementquoten der kreisfreien Städte und Kreise Mecklenburg-Vorpommerns liegen deutschlandweit im hinteren Drittel. Landesweit weisen nur Neubrandenburg und die Kreise Bad Doberan, Rügen und Mecklenburg-Strelitz Engagementdichten im Bundesdurchschnitt aus. Alle anderen liegen darunter bzw. weit darunter.

Das mag einer der Gründe sein, dass die Landesregierung besondere Anstrengungen unternimmt zum einem um das Ehrenamt sichtbar zu machen und zum anderen für das Ehrenamt zu werben.

Zum zweiten Mal findet nun in Güstrow am 7. März eine große Ehrenamts-Messe statt, die Teil von neun Messen landesweit ist. Bis Ende Februar können sich Vereine und Verbände melden, um einen Stand in der Sport- und Kongresshalle Güstrow zu gestalten. Die Veranstalter um den Kreisverband Güstrow des Deutschen Roten Kreuzes freuen sich auf viele Menschen, die diese einmalige Form der Präsentation und Anerkennung nutzen wollen. Anmeldeformulare sind zu finden unter www.ehrenamtmessen-mv.de. Fragen beantworten auch gern die Mitglieder des Vorbereitungsteams bei DRK, Caritas, Diakonie, Ehrenamtsakademie der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche, AWO, Amt Güstrow Land, beim Internationalen Bund der Jugendsozialarbeit, Kreissportbund und Landkreis Güstrow.

Die Deutschen leisten 4,6 Milliarden Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr und arbeiten damit monatlich 16,2 Stunden freiwillig und ehrenamtlich. Bei einem angenommen Stundenlohn von 7,50 Euro tragen engagierte Bürger jährlich eine Arbeitsleistung von nahezu 35 Milliarden Euro zum Gemeinwesen bei, was zwei Prozent des Volkseinkommens der Bundesrepublik entspricht.

Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Engagementatlas 2009“ der AMB Generali Gruppe. Dafür wurden mehr als 44.000 Menschen in 439 kreisfreien Städten und Landkreisen befragt. Somit können erstmalig regionale Engagementzahlen vorgelegt werden, die Bezug nehmen auf die unterschiedlichen Situationen vor Ort.

Dabei lassen regionale Einflussfaktoren auf das bürgerschaftliche Engagement folgende Verallgemeinerungen zu: je günstiger die soziale Lage, desto niedriger das Engagement, je höher die Zahl der Kirchenmitglieder, desto größer das Engagement, je wohlhabender eine Region, desto höher ihre Engagementquote, Familienstrukturen und Alter beeinflussen die Engagementquoten, je schlechter die Betreuungsangebote, desto größer das Engagement und je engagierter das Umfald, desto höher die Engagementquote.

Die Ergebnisse der gesamten Studie sind unter www.generali-zukunftsfonds.de nach zu lesen.


Roswita Dargus
 


SchwerinerVolkszeitung, vom 10.02.2010

Freiwillige sind unentbehrlich

Disko im Freizeitclub der Dreescher Werkstätten: Menschen mit Behinderung feiern regelmäßig, Ehrenamtler begleiten die Veranstaltung. Dreescher Werkstätten.
Disko im Freizeitclub der Dreescher Werkstätten: Menschen mit Behinderung feiern regelmäßig, Ehrenamtler begleiten die Veranstaltung. Dreescher Werkstätten.
 
SCHWERIN - Tanz-, Kreativ- und Trommelkurse, Disko-Nachmittage, Kinobesuche, Ferienprojekte, Reisen ins In- und Ausland - das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Freizeitprogramm, das die Lebenshilfe Schwerin e.V. und die Dreescher Werkstätten gGmbH für Menschen mit Behinderungen anbieten. Heike Winkler leitet bei der gemeinnützigen GmbH den Bereich "Freizeit und Familienunterstützung", ihr zur Seite stehen drei fest angestellte Mit arbeiterinnen. "Unsere vielen Projekte könnten wir ohne unseren großen Pool an Freiwilligen nicht bewältigen", sagt Heike Winkler. Bei der Ehrenamtsmesse am kommenden Sonnabend im Schlosspark-Center präsentieren sich auch die Dreescher Werkstätten und werben für freiwilliges Engagement.

Auf rund 40 Ehrenamtler kann Heike Winkler zurückgreifen. Sie betreuen und begleiten selbstständig Freizeitclub-Veranstaltungen wie Singkreise, Kochkurse oder Malzirkel, sie gehen mit den Gruppen zum Bowling, auf Wanderung oder gemeinsam in den Zoo, machen Schifffahrten oder besuchen das Feuerwehrmuseum. "Unsere Freiwilligen sind so bunt wie die Projekte, de wir anbieten", sagt Heike Winkler. "In meiner Kartei finden sich Auszubildende, Studenten, Arbeitssuchende genauso wie Berufstätige oder Rentner. Einige möchten Praxiserfahrung sammeln oder sich beruflich neu orientieren, andere haben einfach Zeitkapazitäten und wollen sich nützlich machen. Wieder andere freuen sich, einfach mal rauszukommen und neue soziale Kontakte zu knüpfen."

Manche der Freiwilligen haben eine Qualifikation als Heilerziehungspfleger, das sei aber keine Voraussetzung für die Mitarbeit. "Wir freuen uns über jeden, der sich an uns wendet", sagt Heike Winkler. Dennoch schaut die Bereichsleiterin ganz genau, wen sie wo einsetzen kann. "Wir legen großen Wert auf Qualität in unseren Projekten", sagt die Schwerinerin. "Wer sich bei uns engagiert, muss das auch mit ganzer Kraft tun." Die Lebenshilfe steckt umgekehrt eine Menge Kraft in die Arbeit mit Ehrenamtlichen und begleitet die sehr professionell. "Die Freiwilligen erhalten eine gute Einführung in ihre Arbeit, haben einen festen Ansprechpartner, können an Fortbildungen teilnehmen und werden zu den Jahreshöhepunkten der Werkstätten oder der Lebenshilfe eingeladen", sagt Heike Winkler. Es sei wichtig, seine ehrenamtlichen Mitarbeiter zu pflegen und zu motivieren. "Zum Geburtstag bekommt jeder eine Glückwunschkarte und wer bei uns ausscheidet, dem schreibe ich bei Bedarf auch eine Beurteilung. Einige nutzen das für ihre Bewerbungen."

Für die Hauptamtlichen sei es immer "sehr erfrischend" mit den Freiwilligen zusammenzuarbeiten. "Bei vielen gibt es leider noch eine gewisse Hemmschwelle, auf Menschen mit Behinderung zuzugehen", sagt Heike Winkler. "Aber wer sich darauf einlässt, ist meist sehr glücklich mit der Aufgabe." Eine Freiwillige beispielsweise habe als Ein-Euro-Jobberin in den Dreescher Werkstätten begonnen, engagierte sich anschließend im Freizeitclub und leitet inzwischen sogar Reisen.

Das Aufgabenprofil für Ehrenamtliche bei den Dreescher Werkstätten ist vielfältig. Es reicht vom Kassieren eines Teilnehmerbeitrages über die Begleitung zur Therapie, Übernahme von Fahrdiensten bis zum Spazierengehen, Vorlesen, Basteln oder einfach Unterhalten. Kontaktfreudig sollten die Freiwilligen sein und Spaß an neuen Situationen haben. Körperliche Fitness, Teamfähigkeit oder eine Fahrerlaubnis sind für einige Projekte wichtig.

Auf der Ehrenamtsmesse am 13. Februar im Schlosspark-Center werden sich Lebenshilfe und Dreescher Werkstätten mit knapp 70 weiteren Verbänden und Initiativen präsentieren. Bei der Messe 2009 im Fridericianum konnte Heike Winkler zwei neue Freiwillige gewinnen. Auf den neuen Standort der Messe in der Einkaufsmeile freut sie sich, weil man dort Menschen erreichen könne, die bislang noch nicht so intensiv über eigenes Engagement nachgedacht haben. Wer sich im Freizeitbereich der Dreescher Werkstätten einbringen möchte, kann sich an Heike Winkler wenden. Ihr Büro ist in der Perleberger Straße 22, Telefon 39 57 09 12.

von Maren Ramünke-Hoefer
 


Güstrow – SchwerinerVolkszeitung, vom 06.02.2010

"Über die 40 wollen wir kommen"

GÜSTROW - Holger Becker vom Deutschen Roten Kreuz zählt die Zettel und kommt auf 27. So viele Vereine haben bereits schriftlich für die Ehrenamtmesse am 7. März in Güstrow zugesagt. Von einigen weiteren hat er das mündliche O.K. "Also rund 30", so der Koordinator der Messe.

Im vergangenen Jahr nahmen 37 Vereine an der Messe teil, "dieses Jahr wollen wir über die 40 kommen", so Becker, der in dieser Hinsicht sehr optimistisch ist. Ein Teil der Sport- und Kongresshalle wird in diesem Jahr Ort der Veranstaltung. "50 bis 60 Teilnehmer hätten hier sicher Platz", so Becker. Die Halle biete Raum für große Zelte. Neu in diesem Jahr: ein Workshop, in dem sich Interessierte über Versicherungsfragen im Ehrenamt austauschen können. Eine Podiumsdiskussion werde es überdies geben. Der Frage soll darin nachgegangen werden, warum sich vor allem Frauen ehrenamtlich engagieren und wie man die Männer besser erreichen kann.

Wie Roswitha Dargus, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises ausführt, konzentriert sich das Ehrenamt deutschlandweit auf die Bereiche Sport, Freizeit und Vereine, Kinder und Jugendarbeit sowie Kirche und Religion. Währenddessen in den Bereichen Politik, Seniorenarbeit sowie Umwelt- und Tierschutz das Engagement weitaus niedriger ist. Engagementquoten der kreisfreien Städte und Kreise Mecklenburg-Vorpommerns lägen deutschlandweit im hinteren Drittel. Landesweit würden nur Neubrandenburg und die Kreise Bad Doberan, Rügen und Mecklenburg-Strelitz Engagementdichten im Bundesdurchschnitt ausweisen.

Anmeldung unter der Telefonnummer 03843/694932 oder im Internet unter www.ehrenamt-messen.de.

von kaho
 


SchwerinerVolkszeitung, vom 02.02.2010

Große Bühne für das Ehrenamt

Brunhilde Lewerenz (li.) und Mark Riedel (in der Moltkeuniform) wollen auch in diesem Jahr wieder auf der Ehrenamtsmesse die Trommel für freiwilliges Engagement rühren.
Brunhilde Lewerenz (li.) und Mark Riedel (in der Moltkeuniform) wollen auch in diesem Jahr wieder auf der Ehrenamtsmesse die Trommel für freiwilliges Engagement rühren.
Foto: Archiv
 
PARCHIM - Als Birgit Naxer von der Kontakt- und Informationsstelle für freiwilliges Engagement in Parchim zu Ohren kam, dass die diesjährige Ehrenamtsmesse im Schweriner Schlosspark-Center stattfinden würde, war sie sofort Feuer und Flamme. "Eine bessere Bühne kann man sich nicht vorstellen", sagt die Parchimerin, die im engen Kontakt zur Vorbereitungsgruppe für dieses Event steht. Und damit hat sie recht: Am 13. Februar, einem Sonnabend, erhalten ehrenamtlich Engagierte aus über 70 Vereinen, Projekten und Initiativen zur besten Shoppingzeit eine Kommunikationsplattform, um sich selbst bekannt zu machen, aber auch dafür zu werben, dass sich Engagement für das Gemeinwohl lohnt. Das Motto des Tages lautet: "Voneinander wissen, Miteinander helfen." Mit dem Parchimer Heimatbund, der Selbsthilfegruppe Diabetiker beim VdK, der Parchimer Bürgerstiftung, dem vereins- und generationsübergreifenden Projekt "Zusammen in Parchim" sowie dem Lokalen Bündnis für Familie - Parchimer Region, sind gleich mehrere Ehrenamtler aus der Eldestadt vertreten. Für Furore dürfte der Auftritt des Heimatbundes sorgen: Wie schon im Vorjahr kommt Heimatbund-Vorsitzender Mark Riedel als Feldmarschall Graf Helmuth von Moltke daher. Begleitet wird er von Johannes Riebling (Peter Schulz), der Slater Waschfru (Edda Schulz) und einer Parchimer Dame (Brunhilde Lewerenz).

Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich 2010 das dritte Mal in Folge an der großen Schau des Ehrenamtes, die in unserem Bundesland unter Schirmherrschaft von Sozialministerin Manuela Schwesig steht und von einem Vorbereitungsstab um DRK-Ehrenamtskoordinatorin Karin Hoffmann organisiert wird. Gewachsen ist seitdem auch die Zahl der Standorte, an denen Interessierten in Wohnortnähe die Möglichkeit geboten wird, sich umfassend über ehrenamtliche Betätigungsfelder zu informieren. Denn nach dem 13. Februar in Schwerin finden im März weitere Ehrenamtsmessen in Stralsund, Güstrow, Waren, Demmin, Bad Doberan, Torgelow, Neubrandenburg und Greifswald statt, bevor es wieder zurück in die 850 Jahre junge Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern geht: Im Schweriner Schloss läuft am 27. März die große Abschlussveranstaltung für alle Ehrenamtsmessen Nordeutschlands. "Ehrenamtler leisten wichtige Dienste für die ganze Gesellschaft", unterstreicht Manuela Schwesig in ihrem Grußwort zu den Ehrenamtsmessen in MV. In Parchim spiegelt sich die Bandbreite des Ehrenamtes in ca. 150 Vereinen, vier Initiativen und acht Selbsthilfegruppen wider. Mit seinen Kontakt-, Informations- und Vernetzungsangeboten ist das Projekt "Zusammen in Parchim" zur lokalen Netzwerkstelle für freiwilliges Engagement in der Kreisstadt geworden. Seit zehn Jahren haben freiwillig Engagierte, die bereit sind, über den Tellerrand zu schauen und voneinander zu profitieren, dafür eine feste Adresse: das ZiP-Büro in Parchim. Dieser Geburtstag soll am 18. Mai mit einer kleinen Feierstunde in der Kontaktstelle in der Langen Straße 24 (Zinnhaus) gewürdigt werden.

von chgr
 


SchwerinerVolkszeitung, vom 01.02.2010

Ehrenamtler: Überall und mittendrin

SCHWERIN - Bereits das dritte Jahr in Folge präsentiert sich in der Landeshauptstadt das Ehrenamt auf einer eigenen Messe. Neu ist am 13. Februar allerdings der Ort: Statt wie bisher im Fridericianum zeigen sich die rund 70 teilnehmenden Vereine und Initiativen im Schlosspark-Center - zur besten Shopping-Zeit von 9.30 bis 18 Uhr. "Es wird für alle eine neue Erfahrung sein", sagt DRK-Ehrenamtskoordinatorin und Organisatorin der Leistungsschau, Karin Hoffmann. "Während zur Messe in der Schule nur die Besucher gekommen sind, die sich konkret fürs Ehrenamt interessieren oder bewerben wollten, sind wir nun mitten im Wochenend-Einkaufstrubel. Es liegt an jedem Projekt selbst, ob es an diesem Tag neue Ehrenamtliche gewinnen kann."

Von Selbsthilfe über Nachbarschaftshilfe, von Rettungsdienst über Umweltschutz, Theater, Karneval, Sport, Straf fälligenhilfe bis zu Integration reicht die Spannbreite der Angebote, in denen Ehrenamtler aktiv werden. Sie können bei großen Trägern heimisch sein, wie dem Deutschen Roten Kreuz, oder bei einem kleinen Verein - Taubenzüchter standen im Vorjahr in Neustrelitz auf der Messe neben Arbeiterwohlfahrt und Feuerwehr. Die Ehrenamtsmessen gibt es nicht nur in Schwerin, sondern im gesamten Land. "Im Startjahr 2008 waren es fünf, ein Jahr später sechs und dieses Mal neun verschiedene Standorte", sagt Karin Utrecht, Bereichsleiterin Soziale Dienste beim DRK-Landesverband. Veranstalter der Messen ist die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in MV, die Ehrenamtskoordinatoren des DRK leiten die einzelnen Projektgruppen vor Ort.

Schwerin gibt am 13. Februar mit der ersten Ehrenamtsmesse des Landes den Auftakt, dann folgen Schauen in Stralsund (6. März), Güstrow und Waren (7. März), Demmin, Bad Doberan und Torgelow (13. März), Neubrandenburg (14. März) und Greifswald (20. März).

Am 27. März wird im Schweriner Schloss die zentrale Abschlussveranstaltung aller Ehrenamts-Messen im Norden stattfinden, mit Gästen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. An diesem Tag sollen die Aktionen ausgewertet und verdiente Aktive ausgezeichnet werden.

Dass die Ehrenamtsmesse in diesem Jahr wieder in Schwerin stattfindet, ist übrigens dem Stadtgeburtstag geschuldet. "Da unsere Projektgruppe nicht nur die Landeshauptstadt, sondern auch die Kreise Ludwigslust, Nordwestmecklenburg, Wismar und Parchim umfasst, wollten wir in diesem Jahr eigentlich in einer anderen Stadt präsent sein", sagt Karin Hoffmann. "Aber die Oberbürgermeisterin hat uns sehr gebeten, wegen des 850-jährigen Stadtjubiläums noch einmal hier die Stände zu öffnen." Angelika Gramkow habe nicht nur gefragt, sondern sich auch persönlich in die Vorbereitungen eingebracht. "Aber 2011 wird die Messe definitiv an einem anderen Ort stattfinden", so Hoffmann.

Die Schirmherrschaft hat Sozial ministerin Manuela Schwesig übernommen. Sie wird voraussichtlich auch an der Podiumsdiskussion im Schlosspark-Center teilnehmen zum Thema: Wie stärkt man das Ehrenamt vor Ort? "Dabei soll es aber nicht vorrangig um die Forderung nach mehr Geld gehen", betont Karin Hoffmann. "Alle brauchen mehr Geld, das Thema ist ausgereizt." Zugesagt zur Diskussion haben auch Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Center-Manager Klaus Banner.

Wie viele Ehrenamtliche es aktuell in der Landeshauptstadt gibt, darauf möchte sich Karin Hoffmann nicht festlegen. Rund jeder Dritte sei aktiv, damit läge Schwerin im landes- und bundesweiten Vergleich ziemlich gut. "Aber genaue Zahlen sind schwer zu bekommen, weil die Fluktuation hoch ist", sagt die Koordinatorin. "Es ist ein Kommen und Gehen. Deshalb ist Werbung für uns so wichtig." Den klassischen Ehrenamtler gäbe es übrigens genauso wenig wie die klassische ehrenamtliche Stelle. Die Frauen und Männer, die sich engagieren, sind Schüler oder Senioren, stehen mitten im Berufsleben oder bekommen Arbeitslosengeld, sind verheiratet und haben Kinder oder leben als Single. Sie arbeiten ehrenamtlich in Sportvereinen, sie sind Schulsanitäter oder besuchen einsame Menschen im Krankenhaus. Sie sind Telefonseelsorger, Kleingärtner oder Plattsnacker, sie kümmern sich um Kultur, Kinder, Migranten oder um die Natur. Ohne Ehrenamtler wäre diese Gesellschaft um einiges ärmer.

von Maren Ramünke-Hoefer
 


SchwerinerVolkszeitung, vom 21.01.2010

Ehrenamtler: Überall und mittendrin

Die Vielfalt des Ehrenamts gab es bereits auf zwei Messen zu sehen: Auch Toralf Herzog und Claudia Merten von der Wassergefahr-Gruppe des DRK stellten ihre Arbeit vor.
Die Vielfalt des Ehrenamts gab es bereits auf zwei Messen zu sehen: Auch Toralf Herzog und Claudia Merten von der Wassergefahr-Gruppe des DRK stellten ihre Arbeit vor.
 
ALTSTADT - Bereits im dritten Jahr in Folge präsentiert sich am 13. Februar in Schwerin das Ehrenamt auf einer eigenen Messe. Neu ist diesmal allerdings der Ort: Statt wie bisher im Fridericianum zeigen sich die rund 70 teilnehmenden Vereine und Initiativen im Schlosspark-Center - zur besten Shopping-Zeit von 9.30 bis 18 Uhr. "Es wird für alle eine neue Erfahrung sein", sagt DRK-Ehrenamtskoordinatorin und Organisatorin der Leistungs-Schau, Karin Hoffmann. "Während auf die Messe in der Schule nur die Besucher gekommen sind, die sich konkret fürs Ehrenamt interessieren oder bewerben wollten, sind wir nun mitten im Wochenend-Einkaufstrubel. Es liegt an jedem Projekt selbst, ob es an diesem Tag neue Ehrenamtliche gewinnen kann."

Von Selbsthilfe über Nachbarschaftshilfe, von Rettungsdienst über Umweltschutz, Theater, Karneval, Sport, Straf fälligenhilfe bis zu Integration reicht die Spannbreite der Angebote, in denen Ehrenamtler aktiv werden. Dabei können große Träger im Hintergrund stehen wie das Deutsche Rote Kreuz, oder ein kleiner Verein - Taubenzüchter standen im vergangenen Jahr in Neustrelitz auf der Messe neben Arbeiterwohlfahrt und Feuerwehr. Die Ehrenamtsmessen gibt es nicht nur in Schwerin, sondern im gesamten Land. "Im Startjahr 2008 waren es fünf, ein Jahr später sechs und dieses Mal neun verschiedene Standorte", sagt Karin Utrecht, Bereichsleiterin Soziale Dienste beim DRK-Landesverband. Veranstalter der Messen ist die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in MV, die Ehrenamtskoordinatoren des DRK leiten die einzelnen Projektgruppen vor Ort.

In Schwerin startet am 13. Februar die erste Ehrenamtsmesse des Landes, dann folgen Schauen in Stralsund (6. März), Güstrow und Waren (7. März), Demmin, Bad Doberan und Torgelow (13. März), Neubrandenburg (14. März) und Greifswald (20. März). Am 27. März wird im Schweriner Schloss die zentrale Abschlussveranstaltung aller Ehrenamts-Messen im Norden stattfinden, mit Gästen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. An diesem Tag sollen die Aktionen ausgewertet und verdiente Aktive ausgezeichnet werden.

Dass die Ehrenamtsmesse in diesem Jahr wieder in Schwerin stattfindet, ist übrigens dem Stadtgeburtstag geschuldet. "Da unsere Projektgruppe nicht nur die Landeshauptstadt, sondern auch die Kreise Ludwigslust, Nordwestmecklenburg, Wismar und Parchim umfasst, wollten wir in diesem Jahr eigentlich in einer anderen Stadt präsent sein", sagt Karin Hoffmann. "Aber die Oberbürgermeisterin hat uns sehr gebeten, wegen des 850-jährigen Stadtjubiläums noch einmal hier die Stände zu öffnen." Angelika Gramkow habe nicht nur gefragt, sondern sich auch persönlich in die Vorbereitungen eingebracht. "Aber 2011 wird die Messe definitiv an einem anderen Ort stattfinden", so Hoffmann.

Die Schirmherrschaft hat Sozialministerin Manuela Schwesig übernommen. Sie wird voraussichtlich auch an der Podiumsdiskussion im Schlosspark-Center teilnehmen zum Thema: Wie stärkt man das Ehrenamt vor Ort? "Dabei soll es aber nicht vorrangig um die Forderung nach mehr Geld gehen", betont Karin Hoffmann. "Alle brauchen mehr Geld, das Thema ist ausgereizt." Zugesagt zur Diskussion haben auch Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Center-Manager Klaus Banner.

Wie viele Ehrenamtliche es aktuell in Schwerin gibt, darauf möchte sich Karin Hoffmann nicht festlegen. Rund jeder Dritte sei aktiv, damit läge Schwerin im landes- und bundesweiten Vergleich ziemlich gut. "Aber genaue Zahlen sind schwer zu bekommen, weil die Fluktuation hoch ist", sagt die Koordinatorin. "Es ist ein Kommen und Gehen. Deshalb ist Werbung für uns auch so wichtig." Den klassischen Ehrenamtler gäbe es übrigens genauso wenig wie die klassische ehrenamtliche Stelle. Die Frauen und Männer, die sich engagieren, sind Schüler oder Senioren, stehen mitten im Berufsleben oder bekommen Arbeitslosengeld, sind verheiratet und haben Kinder oder leben als Single. Sie arbeiten ehrenamtlich in Sportvereinen, sie sind Schulsanitäter oder besuchen einsame Menschen im Krankenhaus. Sie sind Telefonseelsorger, Kleingärtner oder Plattsnacker, sie kümmern sich um Kultur, Kinder, Migranten oder um die Natur. Ohne Ehrenamtler wäre diese Gesellschaft um einiges ärmer.

von Maren Ramünke-Hoefer
 


Schwerin-NEWS, vom 30.12.2009

EhrenamtMessen 2010 in Schwerin

Am 13. Februar wird im Schlosspark-Center in der Zeit von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr wieder kräftig die Werbetrommel für ehrenamtliche Aktivitäten gerührt.

Karin Hoffmann, Projektgruppenleiterin der EhrenamtMesse in Schwerin, hofft dabei auf die Unterstützung der Politik und wünscht sich, dass sich die Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommerns sowie die Oberbürgermeisterin Schwerins an einer Podiumsdiskussion beteiligen werden.
Auf der Messe soll vor allem auf die von der Bevölkerung kaum wahr genommenen gemeinnützig Tätigen aufmerksam gemacht werden. Dass die meisten Ehrenamtlichen an den Wochenenden, an Feiertagen und selbst nachts im Einsatz sind, registrieren die Wenigsten; nur selten denkt jemand darüber nach, dass die potentiellen Lebensretter und Lebenshelfer in ihrer Freizeit im Dienst sind. Wird nach dem Grund ihrer Motivation gefragt, zucken die Helfer mit den Schultern, als sei es selbstverständlich, in Not Geratenen zu helfen.
Um möglichst vielen Menschen zur Seite stehen zu können, wird, teilweise der demografischen Alterung geschuldet, in allen Bereichen Nachwuchs benötigt. Diesbezüglich hat die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern die EhrenamtMessen initiiert, damit sich Interessierte einen Eindruck von den vielfältigen Tätigkeitsfeldern unterschiedlichster Verbände und Vereine machen können – ob im Bereich Kultur, Gesundheitswesen, Sport oder Soziales – es wird sich für jeden etwas Passendes finden.

  • www.ehrenamtmessen-mv.de

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    MVregio, vom 25.12.2009

    EhrenamtMessen 2010 - Auftakt in Schwerin

    25.12.2009: Schwerin/MVregio Die durch die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern initiierte Veranstaltungsreihe der EhrenamtMessen findet im Frühjahr 2010 bereits zum dritten Mal statt.

    EhrenamtMessen Mecklenburg-Vorpommern
    Foto: DRK MV
    Unter der Schirmherrschaft von Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) wird die Auftaktveranstaltung in Schwerin am 13. Februar 2010 im Schlosspark-Center feierlich eröffnet.
    Warum sich ein Einkaufszentrum als Messestandort besonders gut eignet, erklärt Karin Hoffmann, Ehrenamtskoordinatorin beim DRK-Kreisverband Schwerin, folgendermaßen: "Nachdem die EhrenamtMessen in Schwerin in den letzten beiden Jahren im Gymnasium Fridericianum erfolgreich stattfanden, möchten wir uns im nächsten Jahr einem breiteren Publikum präsentieren und vor allem noch stärker auf das Ehrenamt aufmerksam machen. Die Frage, wo dies in Schwerin am ehesten gelingen würde, war einfach zu beantworten - im Schlosspark-Center. Das Center-Management war ebenfalls begeistert von unserer Idee und war von Anfang an bereit, uns in unserem Vorhaben zu unterstützen."
    Nun erhalten die Bürger am 13. Februar in der Zeit von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr die Gelegenheit, sich neben einem Einkaufsbummel umfassend über die vielseitigen ehrenamtlichen Betätigungsfelder zu informieren und eventuell selbst aktiv zu werden.
    Anmeldungen werden noch bis zum 15. Januar 2010 entgegen genommen.

    MVregio Landesdienst mv/sn
     


    OstseeZeitung, vom 24.12.2009

    Werbung fürs Ehrenamt mitten im Kommerz

    Schwerin (dpa/mv) - Mitten im Kommerz wollen die Wohlfahrtsverbände Mecklenburg-Vorpommerns im kommenden Februar für das Ehrenamt werben. Die Auftaktveranstaltung der EhrenamtMessen finde am 13. Februar im Schweriner Schlosspark-Center, dem größten Einkaufszentrum des Landes, statt, teilte die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände (Liga) am Mittwoch mit. Die Schirmherrschaft übernehme Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD). Die EhrenamtMessen wollten sich einem breiteren Publikum präsentieren, sagte Karin Hoffmann vom DRK-Kreisverband zur Wahl des Veranstaltungsortes. Das Center-Management sei von der Idee begeistert gewesen.
     


    MüritzerZeitung, vom 12.12.2009

    Organisatoren suchen Vereine

    AUFRUF – Erstmals in Waren will man mit der Ehrenamtsmesse mehr Leute fürs freiwillige Engagement begeistern.

    Klink. Noch ist Platz im Ordner von Susanna Harms, Ehrenamtsbeauftragte des Kreisverbandes Müritz der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Doch wenn es nach dem Willen der Mitarbeiterin geht, soll er bald vor Anfragen von Vereinen, die sich auf den nächsten landesweiten Ehrenamtsmessen im Frühjahr 2010 präsentieren wollen, bersten. Denn erstmals findet auch im Landkreis, genauer gesagt in Waren in der Beruflichen Schule, eine solche Messe am 7. März statt und die Vereine und Organisationen können sich dafür anmelden. "Die Frist läuft noch bis zum 29. Januar", erklärt Susanna Harms.
    Mit der Messe wolle man verstärkt die Arbeit der Ehrenamtlichen würdigen und mehr Leute im La für ein freiwilliges Engagement begeistern. Bei den vergangenen Messen im Nachbarkreis Mecklenburg-Strelitz habe dies funktioniert. "Rund 1000 Besucher wurden jeweils gezählt", so die Ehrenamtsbeauftragte. Auch für das kommende Jahr wünsche sie sich wieder eine solche Resonanz.
    Susanna Harms organisiert die Messe Waren zusammen mit Vereinsmitgliedern vom DRK und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband. "Wir sind bereits ein eingespieltes Team aus den beiden Jahren zuvor", berichtet die AWO-Mitarbeiterin. Das sei wichtig, denn der Aufwand für die Organisation der Messe sei groß. "Es gilt ja nicht nur die Vereine zu koordinieren, sondern auch die Räumlichkeiten anzumieten, die Technik und das Catering zu organisieren. Zudem soll es auch ein Programm für die Besucher geben", so Harms. Auch hier seien die Vereine aufgefordert, Beiträge anzumelden.
    Nähere Informationen zur Messe sowie die Möglichkeit, sich anzumelden, gebe es beim DRK in Neubrandenburg. Entweder per Telefon unter 0395 5603966 oder per E-Mail an: erstehilfe@neubrandenburg.drk.de.

    Von Norman Reuter
     


    OstseeZeitung, vom 05.12.2009

    Im Ehrenamt für andere da

    Bundesweit engagieren sich 23 Millionen Menschen ehrenamtlich. Zum heutigen Internationalen Ehrentag werden einige Helfer in Schwerin ausgezeichnet. Politiker fordern mehr Würdigung für das Ehrenamt.
    Rostock (OZ/dpa) - Mehr Ehre für die Ehrenamtlichen – das hat die CDU im Schweriner Landtag zum heutigen Internationalen Tag des Ehrenamts gefordert. Fraktionschef Harry Glawe rief dazu auf, Engagement stärker zu würdigen. Die Linksfraktion kritisierte, dass jedoch im aktuellen Haushaltserlass empfohlen wird, ehrenamtlichen Kommunalpolitikern nicht immer die höchstmöglichen Aufwandsentschädigungen zu zahlen.
    An diesem 1985 von den Vereinten Nationen ausgerufenen Tag wird bundesweit freiwilligen Helfern gedankt. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zeichnet heute in Schwerin 111 Frauen und Männer aus. „Wenn Menschen zusammenstehen, können sie viel bewirken“, sagte er vorab.
    Bundesweit sind rund 23 Millionen Bürger ehrenamtlich aktiv. Zunehmend unterstützen auch Firmen bürgerschaftliche Projekte. In der Aktion „4 Adventskerzen — E.ON edis Vertrieb fördert das Ehrenamt“ stiftete der Energieversorger Preise für gemeinnützige Vorhaben, vor allem im Kinder- und Jugendbereich. Vier Gewinner aus Mecklenburg-Vorpommern konnten gestern in Teschow bei Teterow die mit jeweils 2000 Euro dotierten Preise entgegennehmen.

    Elke Ehlers


    Info
    Mit Kindern spielen und Pizza backen
    „Wir machen Angebote für Kinder, die mittags mit dem Schulbus zurück ins Dorf kommen“, sagt Dr. Marion Quaas, Vorsitzende des Dorfvereins Neuendorf bei Grimmen, der das ehrenamtlich geführte Jugend- und Vereinshaus „Gösselstuv“ betreibt. Der Jugendclub sei ein Anlaufpunkt, wo jemand bei Hausaufgaben hilft, mit den Kindern bastelt, spielt, Pizza bäckt. „Damit sie nicht vorm Fernseher rumhängen“, meint die 36-Jährige. In ehrenamtlicher Arbeit entstanden schon das Beachvolleyballfeld und der Basketballplatz, wo Betreuer in ihrer Freizeit regelmäßig mit dem Nachwuchs trainieren. „Die Jugendlichen wünschen sich eine Tischtennisplatte, für die bisher das Geld fehlte“, sagt die Chemikerin, die in Greifswald arbeitet und sich nach Feierabend fürs Dorfleben ins Zeug legt. Jetzt könne der Wunsch Wirklichkeit werden — durch einen Ehrenamtspreis, den der Energieversorger E.ON edis spendiert.


    Messen werben um neue Mitstreiter
    Im Februar und März 2010 organisieren die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege bereits zum dritten Mal Ehrenamtmessen. Unter Federführung des DRK werden in neun Städten Veranstaltungen vorbereitet, u.a. in Schwerin, Stralsund und Bad Doberan. Vorgestellt werden vielfältige Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement — von Wasserwacht über Naturschutz, Kultur und Sport, Seniorenbetreuung, Kinder- und Jugendprojekte bis zur Unterstützung für Spätaussiedler. 2009 besuchten fast 7200 Interessenten die Messen und informierten sich über mehr als 320 Vereine und Projekte.
    Internet: www.ehrenamt-messen.de


    Urlaub mit der Krankenschwester
    Seniorenreisen Bad Doberan: Barbara Palatinus holt Rentnerin Helga Kruber (76) von zu Hause ab.
    Seniorenreisen Bad Doberan: Barbara Palatinus holt Rentnerin Helga Kruber (76) von zu Hause ab.
     
    „Wir sind die helfende Hand für Senioren, die mit anderen Reiseunternehmen nicht mehr Urlaub machen können“, sagt Barbara Palatinus vom DRK-Kreisverband Bad Doberan. Das dortige Seniorenbüro organisiert Reisen für Menschen mit alters- und krankheitsbedingten Einschränkungen. „Wir helfen beim Ausfüllen der Reiseunterlagen, beim Kofferpacken und natürlich vor Ort“, sagt die 58-Jährige, die das Projekt 1997 ins Leben rief. „Bei Bedarf helfen unsere Betreuer auch beim An- und Ausziehen.“ Zweimal pro Jahr geht es nach Mallorca, andere Touren führen an den Rhein oder ins Weserbergland. Fünf ehrenamtliche Mitstreiterinnen konnte Barbara Palatinus dafür gewinnen — allesamt Krankenschwestern oder Altenpflegerinnen. „Ausgebildetes Kräfte sind wichtig, falls Spritzen gegeben werden sollen“, meint die rührige Frau, die seit über 40 Jahren beim Roten Kreuz aktiv ist und Urlaub nimmt, um Gruppen zu begleiten.
    Rund 1200 Senioren aus der Region Bad Doberan, aber auch aus anderen Landkreisen, profitierten bereits von diesem Projekt.


    1000 Stunden für den Weidendom
    1000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind nötig, damit der Weidendom im Rostocker IGA-Park immer wieder grünt. Jeden Donnerstag treffen sich bis zu 15 Helfer zum Gärtnern. Weidenruten nachpflanzen, gießen, frische Triebe einbinden, Rasen mähen — für die Mitstreiter des Freundeskreises Weidendom e.V. gibt es ständig etwas zu tun. Vor allem Christen aus evangelischen und katholischen Kirchgemeinden, aber auch anderen Einwohnern der Hansestadt liegt das 2003 zur Internationalen Gartenschau angelegte Bauwerk am Herzen. Von Mai bis September organisiert der Verein 40 Veranstaltungen. „Kostenlos“, betont Koordinatorin Karin Krentz, „damit sozial schwache Familien kommen können“. Die 60 Vereinsmitglieder wurden gestern mit einem Preis geehrt. „Mit dem Geld machen wir einen Ausflug ins Schloss Gelbensande“, freut sich Frau Krentz.
     


    OstseeZeitung, vom 17.11.2009

    Neun Ehrenamtmessen im kommenden Jahr geplant

    Schwerin (dpa). Im kommenden Frühjahr starten in Mecklenburg-Vorpommern wieder Ehrenamtmessen, diesmal unter dem Motto „Voneinander wissen – Miteinander helfen”.
    Veranstaltungen seien in neun Orten geplant, teilte der Landesverband des DRK gestern mit. In Schwerin, Stralsund, Bad Doberan, Torgelow, Güstrow, Waren, Neubrandenburg, Demmin und Greifswald würden Aussteller und Besucher erwartet. Ziel sei es, die Kooperation gemeinnütziger regionaler Verbände und Initiativen zu fördern. Auf diese Weise solle ein stabiles Netzwerk entstehen. Schirmherrin der Veranstaltungen sei erneut Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD).

  • Internet: www.ehrenamtmessen-mv.de

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    MVregio, vom 16.11.2009

    EhrenamtMessen 2010 in Mecklenburg-Vorpommern - "Voneinander wissen. Miteinander helfen"

    16.11.2009: Schwerin/MVregio Im Frühjahr 2010 ist es soweit - die EhrenamtMessen 2010 werden in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Motto Voneinander wissen. Miteinander helfen eingeläutet.
    EhrenamtMessen Mecklenburg-VorpommernSozialministerin Manuela Schwesig konnte erneut für die Schirmherrschaft der Veranstaltungsreihe gewonnen werden.

    Mit neun Veranstaltungsorten im Land - Schwerin, Stralsund, Doberan, Torgelow, Güstrow, Waren, Neubrandenburg, Demmin und Greifswald - erwarten die Veranstalter zahlenmäßige Besucher- und Ausstellerrekorde.

    Die Projektverantwortlichen haben sich auch für das kommende Jahr das Ziel gesetzt, die Kooperation gemeinnütziger regionaler Verbände und Initiativen miteinander zu fördern. Auf diese Weise würde ein stabiles Netzwerk geschaffen.

    MVregio Landesdienst mv/sn
     


    SchwerinerVolkszeitung, vom 10.11.2009

    Mehr Platz: Nächste Ehrenamtsmesse in Sport- und Kongresshalle Güstrow

    Güstrow. Nach dem Erfolg der ersten Ehrenamtsmesse in Güstrow im März dieses Jahres soll es eine zweite Auflage geben. Als Datum ist der 7. März festgelegt. Eine wesentliche Neuerung: Die Messe zieht vom Bürgerhaus in die Sport- und Kongresshalle um. „Das war ein großes Anliegen der teilnehmenden Vereine, denn im Bürgerhaus war es doch recht eng“, sagt Holger Becker, Koordinator der Messe. 99 Prozent der Vereine sind mit ihrem Stand wieder vor Ort. Und es sollen noch mehr werden. Im Frühjahr waren 37 aktive Vereine mit von der Partie, etwa 85 aber gebe es im Landkreis Güstrow. „Wir denken und hoffen, dass wir noch mehr gewinnen können“, so Becker.
    Vier bis fünf Höhepunkte soll die Veranstaltung haben. Eventuell gibt es Podiumsdiskussionen. Zweierlei Themen schweben Becker vor: „Man könnte einmal fragen, wie es gelingt, mehr Männer ins Ehrenamt zu holen oder über Versicherungsfragen sprechen.“
    Die Messe im März zählte 1038 Gäste, Besucher, Helfer und Aussteller. 83 Besucher spendeten Blut, 13 davon waren Erstspender. Das DRK konnte sieben neue Ehrenamtliche gewinnen. Sie helfen im Jugendrotkreuz, in der Seniorenbegleitung, Krisenintervention oder gegen Hausaufgabenhilfe. Auch für den Nabu, so weiß Becker, brachte die Messe mehr als die eigene Präsentation: „Er hat zwei ehrenamtliche Standbetreuer dazugewonnen.“ Für eine komplette Auswertung fehlen Becker noch die Rückmeldungen.
    Neun Ehrenamtsmessen laufen in MV – neben Güstrow auch in Schwerin, Stralsund, Demmin, Bad Doberan, Torgelow, Neubrandenburg, Waren und Greifswald.

    kaho
     


    SchwerinerVolkszeitung, vom 16.03.2009

    Ehrenamt-Messe: Ein gelungener Auftakt

    Nicht einem kleinen Stand mehr hätte das Bürgerhaus Platz gegeben. Kuscheln war gestern angesagt - bei der ersten Güstrower Ehrenamt-Messe. Holger Becker freut sich über die große Resonanz, ob die Vereine tatsächlich ehrenamtliche Verstärkung bekommen, werde sich aber erst später zeigen.

    Ehrenamt-Messe: Ein gelungener Auftakt
    Ehrenamt-Messe: Ein gelungener Auftakt
    Ehrenamt-Messe: Ein gelungener Auftakt
    Güstrow - Wenn sich der Schulbus auch nur fünf Minuten verspätet, kann Felix das sehr schwer verkraften. Wenn seine Mutter spontan das Haus verlässt, fragt der 12-Jährige trotz Erklärung ständig nervös nach ihr. Felix ist Autist und wenn es nach ihm geht, sollte heute immer genauso sein wie gestern war. Dass Mutter Simone Glawaty zur Ehrenamt-Messe geht, musste Felix schon lange vorher wissen. "Nein, mal schnell irgendwo hinfahren, das geht überhaupt nicht", sagt die Güstrowerin. Ein autistisches Kind schränke enorm ein, umso wichtiger sei es, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Das macht Simone Glawaty. In der Selbsthilfegruppe Autismus trifft sie sich regelmäßig mit anderen betroffenen Müttern. Zur Messe kam sie, weil sie die Gruppe präsentieren möchte - und weil ehrenamtliche Unterstützung den Müttern sehr helfen würde. "Wir suchen Menschen, die mal auf unsere Kinder aufpassen können." Das gehe natürlich nicht von heute auf morgen, sei ein langwieriger Gewöhnungsprozess, wäre aber "unheimlich erleichternd", so Glawaty.

    Ein Haus sucht Leih-Omas auf der Suche nach Unterstützung ist auch der Behindertenverband Bützow. Vorsitzende Bärbel Kreye: "Wir wünschen uns nicht-eingeschränkte Menschen, die ehrenamtlich mit unseren Mitgliedern singen oder eine Sportgruppe eröffnen." Das Haus der Integration Güstrow sucht nicht nur Menschen, die finanzielle schwachen Kindern Nachhilfe geben, sondern auch Senioren, die sich vorstellen können, Leih-Oma oder Leih-Opa zu werden. "Und", so Leiterin Karen Larisch, "wir wünschen uns Männer, die für Kinder ohne Vater Bezugsperson sein wollen".

    Die Abrechnung kommt später Jeder der 37 Vereine und Verbände auf der gestrigen Messe hat eine Wunschliste im Kopf. Und vielleicht, so Holger Becker, "trägt die Messe ja dazu bei, dass sie bei deren Verwirklichung Unterstützung bekommen". Das aber könne man erst äter sagen, wenn es ein nachträgliches Feedback von den Einzelnen gibt. "Dann wird es nochmal interessant." Ein Erfolg könnte allein darin bestehen, dass Vereine untereinander Synergien nutzen. War es vielleicht eine Fügung, dass sich die Tierschutzvereine Güstrow und Teterow direkt nebeneinander präsentierten? "Natürlich, man könnte schon über einen Zusammenschluss nachdenken", sagte Margarete Zwerg aus Teterow. Bei dieser Gelegenheit schickte sie ihren Wunsch in die Welt: "Wir suchen Pflegestellen, Menschen, die vorübergehend Tiere bei sich aufnehmen."

    Der Tumult in der Halle sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich in Mecklenburg-Vorpommern bisher vergleichsweise wenig Menschen ehrenamtlich engagieren. "Das aber", so erklärend Staatssekretär Nikolaus Voss, "liegt daran, dass sie sich in den vergangenen Jahren eher um sich selbst kümmern mussten".

    Karina Hoppe


    Zeitung am Strelasund, vom 16.03.2009

    Gestern: Ehrenamtsmesse
    Ehrenamt enorm wichtig / Vernetzung freigeschaltet

    Während der Eröffnungsveranstaltung gestern in der Kirche St. Jacobi.
    Während der Eröffnungsveranstaltung gestern in der Kirche St. Jacobi.

    Foto: Olaf Wermke
    Stralsund. „Allen Bürgern, die sich ehrenamtlich betätigen, möchten wir unseren Dank aussprechen. Und wir freuen uns über alle, die dazukommen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow gestern bei der Eröffnung der Ehrenamtsmesse, die zum zweiten mal in Folge in Stralsund in der Kulturkirche St. Jacobi ausgetragen wurde. Da fanden die zahlreichen Besucher Stände der Einrichtungen der Wohlfahrt genauso, wie von Rettungsdiensten der Senioren und Kinderbetreuung. Auch Hobbybastler, Sportler und andere Vereine der Stadt und der Region, die allesamt ehrenamtlich arbeiten, hatten ihre Stände aufgebaut und informierten anschaulich über ihre Tätigkeit.

    Die Mitglieder des Seniorenbeirates der Hansestadt gaben während der Messe auch den Seniorenratgeber heraus, der in Zusammenarbeit mit der Verlagsgesellschaft mbH entstanden ist, in der bekanntlich auch die ZEITUNG AM STRELASUND herausgegeben wird. „Ehrenamt verlangt zunehmend nach einer guten Organisation, denn diese Arbeit beginnt in der Gesellschaft an Bedeutung. So auch in Stralsund und der Region. Das hatte die Bürgerschaft erkannt und die Hansestadt Stralsund damit beauftragt, eine elektronische Ehrenamtsbörse zu installieren“, so Alexander Badrow.

    Es ist ein Portal entstanden, dem Anspruch unbedingt gerecht werden kann, die ehrenamtliche Arbeit für Stralsund und die angrenzende Region zu vernetzen.


    Olaf Wermke


    OstseeZeitung, vom 16.03.2009

    Schwerkranke Menschen begleiten

    Der Förderverein für den ambulanten Hospizdienst war am Sonnabend auf der Ehrenamtsmesse in Stralsund vertreten. OZ sprach mit Koordinatorin Anke Rosenau über die Arbeit.

    OSTSEE-ZEITUNG: Sterbenden und schwerkranken Menschen beizustehen, ist ihre Aufgabe und die ihrer vielen ehrenamtlichen Helfer. Wie sieht die Arbeit genau aus?
    Anke Rosenau: Das ist ganz unterschiedlich. Nach dem zumeist ersten telefonischen Kontakt treffe ich mich mit dem Patienten, lote aus, was gewünscht wird und natürlich auch, wer von unseren 15 ehrenamtlichen Hospizhelfern für diese Sterbebegleitung in Frage kommt. Beide müssen ja irgendwie zusammenpassen. Beim zweiten Besuch kommt der ausgewählte Hospizhelfer dann mit und trifft sich fortan regelmäßig mit seinem Patienten, je nachdem, wie es gewünscht wird. Der Hilfebedarf ist ganz vielfältig. Für den einen erledigt man mal einen Einkauf, den anderen nimmt man mit zu einem Spaziergang. Vor allem wird viel geredet.

    OZ: Über den Tod?
    Rosenau: Auch, aber nicht ausschließlich. Eigentlich drehen sich die Gespräche meist mehr um das Leben. Viele Menschen sind in dieser Phase sehr allein, weil von der Familie niemand mehr da ist oder sie mit den Angehörigen nicht darüber reden wollen oder können. Oftmals ist der Pflegedienst der einzige regelmäßige Kontakt zu anderen Menschen. Die Pflegemitarbeiter haben meist wenig Zeit. Wenn wir dann kommen, wollen die Patienten einfach mal in Ruhe bei einer Tasse Kaffee mit jemandem offen über das reden, was ihnen so widerfahren ist und was ihnen durch den Kopf geht. Das ist sicher nicht bei allen so. Nicht jeder sterbende Mensch braucht unsere Hospizhelfer. Aber vielen können wir am Ende des Lebens doch noch eine Stütze sein.

    OZ: Finden sich für diese Aufgabe immer wieder Rüganer?
    Rosenau: Die Interessenten kommen sicher nicht in Scharen, aber wir bekommen immer wieder Anfragen von Leuten, die bei uns helfen wollen. Momentan sind wir gerade dabei, einen neuen Kurs für künftige Hospizhelfer zusammenzustellen. Interessenten können sich gern unter ☎ 01 62/2 42 59 37 melden.

    Interview: Maik Trettin


    OstseeZeitung, vom 16.03.2009


    Viel Interesse fürs Ehrenamt
    Sieben Rügener Vereine präsentierten sich am Sonnabend vor über 1000 Gästen auf der Ehrenamtsmesse in Stralsund.

    Helga und Kurt Frey aus Klausdorf kamen mit Manfred Schittko ins Gespräch, der als Ehrenvorsitzender des Seniorenbeirats am Sonnabend bei der Ehrenamtsmesse den Verein vetrat.
    Helga und Kurt Frey aus Klausdorf kamen mit Manfred Schittko ins Gespräch, der als Ehrenvorsitzender des Seniorenbeirats am Sonnabend bei der Ehrenamtsmesse den Verein vetrat.
    Foto: Miriam Weber
    Bergen. „25 Prozent der Bürger würden sich gern ehrenamtlich betätigen, wissen aber nicht, an wen man sich wenden könnte“, erklärte Rügens Landrätin Kerstin Kassner am Sonnabend bei der zweiten Ehrenamtsmesse in Stralsund. „Da ist diese Messe genau der richtige Ansatz. Zumal in einem so schönen Gebäude.“ Gemeinsam mit Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow und dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Werner Kuhn verschaffte sich die Landrätin bei der zweiten Auflage der Messe in der Jakobikirche an den einzelnen Ständen einen Überblick. Vereine und Verbände von der Insel Rügen, aus Stralsund und Nordvorpommern, die bei ihrer Arbeit auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen sind, stellten sich dort vor und warben um neue Helfer.

    An insgesamt 51 Ständen gaben Vertreter der Verbände, vor allem aus dem sozialen Bereich, einen Einblick in ihre Arbeit, darunter auch sieben Rügener Vereine mit 45 Mitarbeitern und Helfern. Das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) stellte sich genau so vor wie „Rügen tut gut“, der ambulante Hospizverein aus Bergen oder das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

    Dass ehrenamtlich arbeiten keine Frage des Alters ist, bewiesen die vielen jungen Leute vor Ort, besonders im Sanitätszug des DRK geben sie den Ton an. Seit Dezember des letzten Jahres ist Vivien Lüth ehrenamtlich beim DRK dabei. Die 23-jährige Ergotherapeutin wollte unbedingt noch etwas neben ihrem Beruf machen. „Hier habe ich den Kontakt zu anderen Leuten und das Gefühl, dass ich etwas erreichen kann, zum Beispiel Menschen in bestimmten Situationen vielleicht Hilfestellungen zu geben und sie zu motivieren.“ Über eine gute Resonanz freuten sich alle Beteiligten. Waren im vergangenen Jahr viele Besucher eher nur zum Schauen da, für die Insel Rügen konnten direkt über die Messe fünf ehrenamtliche Helfer vermittelt werden, für Stralsund 16, kamen sie 2009 sehr zielgerichtet. „Ich möchte gern ehrenamtlich arbeiten und will mir heute einen Überblick verschaffen, um das Richtige für mich zu finden“, meinte Manuela Müller. Ähnlich sahen das auch Helga und Kurt Frey, die sich am Stand des Seniorenbeirats von Rügen informierten und mit dem Ehrenvorsitzenden Manfred Schittko ins Gespräch kamen. „Für mich ist es wichtig, dass Alt und Jung miteinander arbeiten“, meinte Kurt Frey. Er befürworte daher Mehrgenerationenprojekte, in denen vor allem die Senioren den Jüngeren helfen.

    Über 1000 Gäste zog es zur Messe und am Ende des Tages hatten immerhin über 20 ernsthaftes Interesse an einer ehrenamtlichen Arbeit bekundet. „Ein gutes Ergebnis“, wie Dagmar Wegner, Ehrenamtskoordinatorin des DRK-Ortsverbandes Stralsund, abschließend feststellte. „Wir sind stolz, dass wir so viele Vereine unter ein Dach bringen konnten und das die Besucher sich so intensiv mit dem Thema Ehrenamt auseinander setzen."

    Miriam Weber


    SVZ Güstrow , vom 12.03.2009

    Für mich, für dich, für andere

    Bleibt nur noch, sich schönes Wetter zu wünschen. Ansonsten ist Holger Becker (DRK) schon jetzt zufrieden. Immerhin haben sich für Sonntag 36 Vereine und Verbände aller Couleur angemeldet. Der ersten Güstrower Ehrenamt-Messe im Bürgerhaus steht nichts mehr im Wege. Das Werben um mehr Engagement kann beginnen. Cornelia Schröder braucht nicht mehr gelockt zu werden, weiß doch die 44-Jährige längst, wie glücklich ein Ehrenamt machen kann

    Cornelia Schröder ist eine Frau der Tat.
    Cornelia Schröder ist eine Frau der Tat.
    Foto: K. Hoppe
    Güstrow. Eigentlich hat es schon in der Kindheit begonnen. Cornelia Schröder war in der Schule bei den jungen Sanitätern. Viel Freude habe ihr das bereitet, und trotzdem war das Ende der Schulzeit auch das Ende des Ehrenamts. Erst als die heute 44-Jährige ihre Tochter für freiwilliges Engagement begeistern wollte, hat es auch bei Cornelia Schröder selbst wieder gefunkt.
    Und dann die Frage: Willst Du auch ausbilden? Die Tochter war gerade 16 Jahre jung und mit niemandem anders als dem Sanitätszug des DRK wollte Mutter Cornelia sie verbändeln. Geklappt hat’s, aber auch hier war das Ende der Schulzeit auch das Ende des Ehrenamts. Allein die Mutter blieb. Zehn Jahre sind mittlerweile vergangen. So lange ist Cornelia Schröder aktiv beim Deutschen Roten Kreuz, hat über die Zeit mehr und mehr Funktionen angenommen, "weil es mir einfach Freude bereitet, weil es so schön ist, Menschen helfen zu können", sagt die Siemitzerin. Erst nur Helfer im Sanitätszug trat bald Holger Becker, er koordiniert die Ehrenamt-Messe, an sie heran. Mit der Frage, ob Cornelia Schröder sich vorstellen könne, als Ausbilder zu arbeiten. Sie hat Ja gesagt. Und es bisher nie bereut. Sie hat sich zu einer Erste-Hilfe-Fachfrau ausbilden lassen, zeigt Führerschein-Neulingen, Ersthelfern in Betrieben oder Kindergärtnerinnen, was sie im Ernstfall tun müssen. Geht es darum, die Erste-Hilfe bei Kindern zu lernen, bringt Cornelia Schröder auch eine Plastik-Puppe in Kindergröße mit. "Ein paar Handgriffe sind ja doch anders."

    "Manche züchten Hühner, ich helfe Menschen "Muss ein Haus evakuiert werden, kann es sein, dass Cornelia Schröder die Bewohner im beheizten Zelt umsorgt. Passiert ein Autounfall, könnte es Cornelia Schröder sein, die den Unter-Schock-Stehenden gut zuredet. Die engagierte Frau ist auch bei der Schnellen Einsatzgruppe des DRK.
    Ein Vollzeit-Job beinahe und doch sei das Ehrenamt für Cornelia Schröder "nur ein Hobby". "Manche finden ihren Ausgleich beim Hühnerzüchten, ich finde ihm beim Menschenhelfen, so einfach ist das." Hauptberuflich - wenn man so will - arbeitet sie auf dem landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb ihres Mannes. Sie kann nicht nur Puppen wiederbeleben, sondern auch Mähdrescher fahren. Hauptberuflich, was aber sei überhaupt hauptberuflich? "Manchmal muss ich mich fast für mein ehrenamtliches Engagement rechtfertigen", sagt die gelernte Verkäuferin. Manche könnten einfach nicht begreifen, dass Menschen sich engagieren, ohne dafür Geld zu bekommen. Auch Arbeitgeber nicht. "Ich wünsche mir, dass sie dieses Engagement eher als Pluspunkt sehen und nicht als einen Hemmschuh." Erstmal sehen, was es überhaupt alles gibt. Damit spricht Cornelia Schröder dem Koordinator der Ehrenamt-Messe, Holger Becker, aus der Seele. Mehr Ehrenamt wagen! Das wünsche er sich. Die Messe will in dieser Hinsicht zweierlei: Zum einen sollen sich die Vereine und Verbände untereinander mehr kennenlernen, um gegebenenfalls Synergien zu nutzen, zum anderen sollen Besucher schnuppern können und vielleicht - so der Idealfall - ein Ehrenamt für sich finden.


    Blitz am Sonntag vom 08.03.2009

    Gut, dass es so viele gibt
    Rüganer bereiten sich auf Ehrenamtsmesse vor


    Rügens Landrätin Kerstin Kassner (r), sichtet mit den Geschäftsführern des DRK   Rügen und Stralsund, Gerhard Konermann und Dagmar Wegner, sowie Burkhard Päschke   vom DRK Rügen die Flyer und Plakate für die Ehrenamtmesse (v.r.n.l.).
    Rügens Landrätin Kerstin Kassner (r), sichtet mit den Geschäftsführern des DRK Rügen und Stralsund, Gerhard Konermann und Dagmar Wegner, sowie Burkhard Päschke vom DRK Rügen die Flyer und Plakate für die Ehrenamtmesse (v.r.n.l.).
    Foto: C. Schmidt
    Bergen/vpb/CS. »Gut, dass es so viele Menschen gibt, die für andere da sind. Ob im sozialen Bereich, im Sport, in der Kultur, im Umweltschutz -- ohne das Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft ärmer.« Für Landrätin Kerstin Kassner ist es selbstverständlich, dass sie auch in diesem Jahr die Ehrenamtmesse in Stralsund besucht, die am Sonntag, dem 14. März von 11.00 bis 17.00 Uhr in der Jakobikirche stattfindet. Unter den rund 40 Ausstellern aus der Region werden auch Rüganer mit eigenen Ständen dabei sein. Bislang haben sich der Hospizverein, der Verein »Rügen tut gut«, der Seniorenbeirat, die AOK, das CJD, das DRK Bergen und der Sanitätszug angemeldet. Die Ehrenamtler wollen sich und ihre Arbeit vorstellen und neue Interessenten finden. Im vergangenen Jahr kamen etwa 1.000 Besucher zur Messe. »Es war eine gelungene Veranstaltung. Wenn man berücksichtigt, dass ja nur ein Teil dessen, was ehrenamtlich geleistet wird, auf so einer Messe präsentiert werden kann, war das eine überzeugende Darstellung. Ich bin sicher, dass die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder großen Zuspruch erfährt«, so die Landrätin. Vielleicht, so ihr Vorschlag, könnte die Ehrenamtmesse für die Region Rügen -- Stralsund -- Vorpommern demnächst ja auch einmal auf Rügen stattfinden. Kerstin Kassner bedauert, dass es durch den Staat kaum echte Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit gibt. Meist bleibe es bei »Lippenbekenntnissen«. Ihrer Meinung nach sollte über finanzielle, möglicherweise auch steuerliche Anreize für solche aktiven Mitmenschen nachgedacht werden. Im Zusammenhang mit der Ehrenamtsmesse sprach die Landrätin ein Dankeschön an das DRK aus, das die Teilnahme der Rügener Mitwirkenden in bewährter Weise organisiert.

    Carina Schmidt, Rainer Schalle


    SVZ Güstrow vom 03.03.2009

    Verein bringt Haftraum mit

    Noch zwölf mal schlafen, dann startet in Güstrow die erste Ehrenamtsmesse. Als Koordinator ist Holger Becker besonders aufgeregt, weil schließlich alles glatt laufen soll und im Anmeldungs-Prozedere immer interessantere Details offenbar werden.

    Güstrow - Holger Becker kennt sich aus im Ehrenamt des Landkreises Güstrow. Und doch ist er im Vorfeld der ersten Ehrenamtsmesse der Barlachstadt am 15. März immer wieder überrascht. Von der Größe des Kulturvereines Lohmen etwa oder davon, dass der Freundeskreis der Justizvollzugsanstalt Bützow zur Messe einen drei mal vier Meter großen, mobilen Haftraum mitbringen will. Davon auch, dass der Verein sich nicht nur um die Resozialisierung der Gefangenen selbst kümmert, sondern auch den Angehörigen Inhaftierter Hilfestellung gibt.

    So nah und doch so fern: Die Messe soll auch dazu beitragen, dass sich die Vereine und Verbände untereinander besser kennen lernen. "Da fehlte bisher einfach der Überblick", sagt Becker, der beim Deutschen Roten Kreuz arbeitet und die Projektgruppe zur Messe leitet. Etwa 85 Vereine und Verbände habe der Landkreis, alle wurden angeschrieben. "Wir haben einen Rücklauf von 38." Wenn das kein Erfolg sei, sagt Becker, der wegen der baulichen Gegebenheiten keine weiteren Anmeldungen mehr aufnehmen kann.

    Eröffnet werde die Messe - das habe sich jetzt herausgestellt - neben DRK-Landespräsident Werner Kuhn und Landrat Lutz da Cunha auch von Staatssekretär Nikolaus Voss. Ein Punkt mehr, um dem Tag auch genügend Aufmerksamkeit zu verschaffen. Denn ist die Beteiligung seitens der Vereine auch groß. "Wir hoffen natürlich, dass viele Besucher kommen." Menschen, die auf der Suche nach einem Ehrenamt für sich sind oder einfach nur das Messe flair selbst erhaschen wollen. Die Vereine selbst sorgten von 11 bis 17 Uhr im Bürgerhaus dafür, dass "auch was los ist". Auf der Außenfläche präsentieren sich das THW, die DLRG sowie die Wasserwacht und der Sanitätsdienst des DRK.

    Karina Hopp





    Eine Initiative des Deutschen Roten Kreuzes.